Vom 9. bis 12. Oktober wird Ravensburg zum 5. Mal zur Filmstadt. Die Vielfalt der aktuellen Kino- und Fernsehlandschaft wird in vier Kinosälen groß gefeiert. Die Besucher dürfen sich auf 35 Filme und viele spannende Aktionen freuen.
Im Ravensburger Frauentorkino und in der Linse in Weingarten laufen insgesamt rund 45 Vorstellungen jeweils mit anschließendem Publikumsgespräch, bei dem Schauspieler, Regieführende und weitere kreative Köpfe für Fragen bereitstehen. In diesem Jahr liegt ein Schwerpunkt auf Filmen aus Oberschwaben. Hier zeigt sich das filmische Potential der Region – spätestens seit der Erfolgsserie „Tschappel“ ist Oberschwaben auch bundesweit gefragt, so die Veranstalter.
Jo Brösele hat neuen Film im Gepäck
Das Festival zeigt am Sonntag, 12. Oktober, im Frauentorkino einige Folgen der Jugendserie in Anwesenheit von Machern und Mitwirkenden. Ebenfalls am Sonntag wird es „urschwäbisch“: Der Schemmerhofer Jo Brösele alias Thomas Schuster kommt nach Ravensburg und bringt nicht nur seine Gitarre, sondern auch seinen neuen Film „Die sieben Schwaben“ mit.
Einen Tag vorher feiert die Gesellschaft für Christlich- Jüdische Begegnung in Oberschwaben Premiere mit ihrem Film „Der gute Ort – Einblicke in den jüdischen Friedhof in Bad Buchau“. Die Veranstaltung findet in der Linse in Weingarten statt mit anschließendem Mittagsimbiss, bevor der Spielfilm „Der Deserteur“ die Annäherung zwischen einem desertierten Soldaten und einer Jüdin während des 2. Weltkriegs berührend in Szene setzt.
Andrea Sawatzki und Christian Berkel in einer Komödie
Erstmals veranstalten die Filmtage einen regionalen Kurzfilmwettbewerb. Freuen Sie sich u.a. auf Projekte der Hochschulen in Ravensburg und Weingarten. Am Festivalfreitag findet in der Weingartener Linse außerdem eine Vorstellung für Studierende zu ermäßigten Eintrittspreisen statt.
Im Fernsehfilmwettbewerb darf sich das Publikum erneut auf das Duo Andrea Sawatzki/ Christian Berkel freuen. Sie brillieren in diesem Jahr in der Komödie „Berühmt sein für Anfänger“. Sehr viel düsterer geht es in der Serie „Schattenseite“ zu, die vor kurzem den Hessischen Filmpreis gewonnen hat. Ebenso wie der Film „Eine bessere Welt“ thematisiert die Produktion die Folgen von Hass und Misstrauen in den Sozialen Medien.
Festivalpremiere über einen Ausnahmekünstler
Um aktuelle soziale Themen geht es auch im Dokumentarfilmwettbewerb: Die Stuttgarter Filmemacherin Sigrid Klausmann portraitiert in ihrem Film „Girls don´t cry“ die verschiedenen Lebenswege junger Frauen auf der ganzen Welt. Wir erwarten sie und den Produzenten Walter Sittler zum Filmgespräch, heißt es in einer Pressemitteiluhng.
In „God´s other Plan“ erlebt das Publikum eine bunte „Regenbogenfamilie“, und der Film „Im Osten etwas Neues“ handelt von einem ehemaligen Neonazi, der nun eine interkulturell gemischte Fußballmannschaft trainiert. Wir zeigen außerdem die Festivalpremiere des Films „Bruchstücke – Helmut Braig“ über einen Ausnahmekünstler seiner Zeit.
Erstmals wird es in diesem Jahr bei den Filmtagen eine zweite Schulvorstellungen geben: Im Frauentorkino läuft am Freitagvormittag der Kinderfilm „Ab morgen bin ich mutig“, während die Linse zeitgleich den Dokumentarfilm „Zirkuskind“ zeigt. Nominiert für den Deutschen Engagementpreis: Die Filmtage Oberschwaben wurden von der Pill Mayer Stiftung für den Deutschen Engagementpreis 2025 vorgeschlagen. Der Preis ist die bedeutendste Auszeichnung für freiwilliges Engagement in Deutschland.
Alle Infos zum diesjährigen Festival und das komplette aktuelle Filmprogramm gibt’s ab dem 20. September unter www.filmtage-oberschwaben.de.
(Quelle: Filmtage Oberschwaben)