Viele Frauen leiden unter Beschwerden des Beckenbodens, sprechen aber nicht darüber. Ein Vortrag in Isny zeigt moderne Behandlungsmöglichkeiten auf und bietet Raum für Fragen.
Unwillkürlicher Urinverlust, Druck nach unten, Fremdkörpergefühl oder ständiger Harndrang: Beschwerden des Beckenbodens sind weit verbreitet und können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Welche Ursachen hinter Senkungs- und Inkontinenzerkrankungen stecken und welche modernen Therapien heute zur Verfügung stehen, erläutert Dr. Tina Cadenbach-Blome, Chefärztin der Frauenklinik am Westallgäu-Klinikum Wangen, am Mittwoch, 1. Juli, um 18 Uhr im Kurhaus Isny.
Der Vortrag mit dem Titel „Wenn das Becken zu Boden geht – neueste Therapien bei Senkung und Inkontinenz der Frau“ findet im Rahmen der Reihe „Treffpunkt Gesundheit“ der Oberschwabenklinik statt.
Moderne Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung beginnt häufig mit gezieltem Beckenbodentraining oder anderen konservativen Maßnahmen. Reichen diese nicht aus, stehen heute schonende operative Verfahren zur Verfügung, die individuell auf die jeweilige Patientin abgestimmt werden können. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen neben den medizinischen Hintergründen vor allem Möglichkeiten, wie betroffene Frauen ihre Lebensqualität zurückgewinnen können.
Seit dem 1. Juni leitet Dr. Tina Cadenbach-Blome die Frauenklinik am Westallgäu-Klinikum Wangen. Die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe mit den Zusatzqualifikationen Spezielle Geburtshilfe, Perinatalmedizin und Urogynäkologie gilt als ausgewiesene Expertin für Beckenbodenmedizin sowie die Behandlung von Senkungs- und Inkontinenzerkrankungen. Sie leitete über viele Jahre eines der größten zertifizierten Kontinenz- und Beckenbodenzentren Deutschlands. Nach der Schließung des Krankenhauses in Tettnang setzt sie diese spezialisierte Versorgung nun in Wangen fort und hat einen Teil ihres bisherigen Teams mitgebracht.
Gelegenheit für persönliche Fragen
„Es ist uns gelungen, diese besondere Expertise für die Region zu erhalten“, betont Prof. Dr. Oliver Rentzsch, Ärztlicher Direktor der Oberschwabenklinik. „Frauen aus dem Allgäu, aus Oberschwaben und vom Bodensee finden damit weiterhin eine hochspezialisierte Behandlung wohnortnah vor.“
Der Vortrag bietet außerdem die Gelegenheit, die neue Chefärztin persönlich kennenzulernen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss besteht ausreichend Zeit für Fragen aus dem Publikum.
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
(Quelle: Oberschwabenklinik)