Falsche Microsoft-Mitarbeiter Betrüger täuschen 80-Jährige aus Isny und erlangen Zugriff auf Online-Banking

Betrüger täuschen 80-Jährige aus Isny und erlangen Zugriff auf Online-Banking
Falsche Microsoft-Mitarbeiter am Telefon: Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner - beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware, so die Polizei (Bild: Ton Photograph // iStock / Getty Images Plus)

Angebliche Microsoft-Mitarbeiter haben vergangene Woche einer Seniorin Hilfe in der Not vorgegaukelt und dann einige hundert Euro abgezockt. Glücklicherweise merkte sie den Betrug schnell.

Falsche Support-Mitarbeiter versuchen immer wieder, ihre Opfer am Telefon zu überreden, unter ihrer Anleitung bestimmte Schritte am PC auszuführen. So erging es auch einer 80-Jährigen aus Isny.

Falsche Warnung auf dem PC

Die Seniorin ließ sich durch eine Warnung auf ihrem Laptop über einen vermeintlichen Hackerangriff täuschen und nahm telefonisch Kontakt mit dem angeblichen Microsoft-Team auf. Die Betrüger überzeugten die Frau, ihnen Zugriff auf ihren Rechner zu gewähren und ihnen die Zugangsdaten zum Online-Banking zur Verfügung zu stellen, so die Polizei.

Das Opfer bemerkte den Betrug jedoch rasch und hatte Glück im Unglück: ein Teil der durch die Täter getätigten Überweisungen konnte storniert werden. Dennoch entstand der 80-Jährigen ein Vermögensschaden in Höhe von mehreren hundert Euro. Die Polizei ermittelt wegen Bandenbetrugs und warnt erneut vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen. Nähere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de.

Die Masche ist immer die gleiche 

Die angeblichen – häufig nur Englisch oder gebrochen Deutsch sprechenden – Microsoft-Mitarbeiter behaupten, dass der Rechner des Angerufenen Fehler aufweise, von Viren befallen oder gehackt worden sei oder ein neues Sicherheitszertifikat benötige und bieten ihre Hilfe an. Dazu sollen ihre Opfer auf ihren Geräten eine Fernwartungssoftware installieren mit der die angeblichen Probleme gelöst werden können.

Das Problem: Mit diesem Programm haben die Betrüger Zugriff auf die Rechner ihrer Opfer und können sensible Daten, beispielsweise Passwörter für das Online-Banking ausspähen. Darüber hinaus verlangen sie für ihre vermeintliche Service-Leistung eine Gebühr. Manchmal fordern sie für das Erneuern einer angeblich abgelaufenen Lizenz ebenfalls Geld oder sie überreden ihre Opfer dazu, einen kostenpflichtigen Wartungsvertrag einzugehen, so die Polizei.

(Quelle: Polizeipräsidium Ravensburg)