Bayerns Ministerpräsident Markus Söder besucht Liebherr-Aerospace in Lindenberg. Dabei informiert er sich über den Standort und gibt mit einem symbolischen Spatenstich den Start für die nächste Bauphase der Erweiterung.
Der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am 16. Juli die Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH besucht. Gemeinsam mit Unternehmensvertretern verschaffte er sich einen Überblick über die Tätigkeitsfelder des Unternehmens, sprach mit Beschäftigten und besichtigte die Baustelle des neuen Bürogebäudes. Mit einem symbolischen Spatenstich leitete er die nächste Bauphase der Standorterweiterung ein.
Einblick in Luftfahrttechnologie
Empfangen wurde Söder von Philipp Liebherr, Mitglied des Verwaltungsrats der Firmengruppe Liebherr, der Geschäftsführung des Standorts sowie dem Betriebsratsvorsitzenden. Auch mehrere Politiker aus der Region nahmen an dem Termin teil.
Die Unternehmensleitung stellte die Kernkompetenzen des Standorts vor. Dazu gehören Fahrwerkssysteme, Flugsteuerungs- und Betätigungssysteme, Software und Elektronik sowie Zahnräder und Getriebe für Flugzeuge und Hubschrauber. Darüber hinaus entwickelt Liebherr Technologien für Flugtaxis und unbemannte Luftfahrtsysteme.
Spatenstich für die Standorterweiterung
Im Anschluss sprach Söder zu einem Teil der Belegschaft und bezeichnete die Luftfahrt als wichtigen Hochtechnologiesektor für Innovation und nachhaltige Transformation. Zugleich verwies er auf die langen Entwicklungszeiten und den hohen Investitionsbedarf der Branche.
Bei der Besichtigung der Baustelle des neuen Bürogebäudes hob der Ministerpräsident die Bedeutung der Luft- und Raumfahrt für Bayern hervor. Er sagte: „Auch für die Zukunft ist Luft- und Raumfahrt eine der spannendsten Branchen: Bayern fördert das mit der Hightech Agenda Bayern und sechs Mrd. Euro für Forschung und Wissenschaft überall im Land – davon allein eine Mrd. Euro bis 2030 für die Luft- und Raumfahrt.“
Dr. Klaus Schneider erklärte: „Uns helfen gezielte Förderinstrumente, eine Risikoabsicherung und verlässliche Industriepolitik, um die hohe Innovationskraft der Branche ausschöpfen zu können.“ Philipp Walter ergänzte: „Der Aufwärtstrend der Luftfahrt hält an und wir können als wichtiger Arbeitgeber hochqualifizierte Jobs bieten und die Wertschöpfung in der Region, aber auch insgesamt am Standort Deutschland stärken.“
Bedeutung für Verteidigung und Industrie
Liebherr-Aerospace entwickelt und fertigt neben Komponenten für die zivile Luftfahrt auch Systeme für den Verteidigungsbereich. Zudem übernimmt das Unternehmen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten für die Bundeswehr.
Mit Blick auf die sicherheitspolitische Bedeutung sagte Söder: „Es ist für die Sicherheit Deutschlands entscheidend, dass wir diese Technologien auch im Inland produzieren und so international unabhängiger werden. Danke für das Bekenntnis von Liebherr-Aerospace zum Standort Bayern und weiterhin viel Erfolg.“
Das Unternehmen ist außerdem Teil des neu gegründeten „Team Gen 6“, einem Zusammenschluss führender deutscher Luftfahrt- und Verteidigungsunternehmen zur Entwicklung eines europäischen Kampfflugzeugs der sechsten Generation im Rahmen des Future Combat Air System (FCAS).
(Quelle: Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH)