Deutscher Landschaftspflegepreis 2024 Thomas Müller in der Kategorie „Engagierte Person“ ausgezeichnet

Thomas Müller in der Kategorie „Engagierte Person“ ausgezeichnet
Sven Schulze (Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt, 3. v. l.) übergibt zusammen mit DVL-Vorsitzender Maria Noichl MdEP (1. v. l.) den zweiten Preis der Kategorie „Enga gierte Person“ am 18. Juni in Lutherstadt Wittenberg an Thomas Müller (2. v. l.). Arne Fiedler (LEV Koordination Baden-Württemberg, 4. v. l.) hält Laudatio auf Thomas Müller. (Bild: Peter Roggenthin)

WOCHENBLATT

Landschaftspfleger Thomas Müller erhält den zweiten Preis in der Kategorie „Engagierte Person“ für herausragende Leistungen zum Erhalt und zur Entwicklung der Kulturlandschaften im Bodenseekreis, im Landkreis Lindau und im Landkreis Ravensburg.

Als versierter Praktiker der Landschaftspflege erhielt Thomas Müller am 17. Juni den „Deutschen Landschaftspflegepreis“ des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL) in der Kategorie „Engagierte Person“. Müller trägt seit mehr als 40 Jahren zum Artenschutz und zur nachhaltigen Nutzung von Landschaftspflegematerial in der Bodensee Region bei. Er ist langjähriger Kooperationspartner der Landschaftserhaltungsverbände Bodenseekreis e.V. und Landkreis Ravensburg e.V. sowie des Landschaftspflegeverbands Lindau-Westallgäu e.V und wurde von diesen für den Preis vorgeschlagen.

Durch innovative Ansätze und Mut zur Spezialisierung pflegt er schonen die Kulturlandschaft. Dabei ist er Vorbild für landwirtschaftliche Betriebe und zugleich wichtiger Lieferant von Einstreu, die er aus Landschaftspflegematerial gewinnt. Dank seines Engagements konnten lange brach gefallene Feuchtflächen wieder in Pflege gebracht werden. Damit wird ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet.

Außerdem stellt Thomas Müller sein Expertenwissen zur Verfügung, um Verfahren zur nachhaltigen energetischen Verwendung von Landschaftspflegematerial zu entwickeln. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Sven Schulze übergab mit DVL-Vorsitzender Maria Noichl MdEP die Preise am 18. Juni in Lutherstadt Wittenberg. Die Verleihung fand dieses Jahr zum 20. Mal statt.

Der Deutsche Landschaftspflegepreis wird seit 2005 jährlich vergeben. Die zwei Preise in den beiden Kategorien „Innovative Projekte“ und „Engagierte Personen“ sind mit insgesamt 4.500 Euro dotiert. Der DVL als Dachverband der 200 Landschaftspflegeorganisationen in Deutschland, darunter Landschaftspflegeverbände, Landschaftserhaltungsverbände, Lokale Aktionen und Biologische Stationen, lobt den Landschaftspflegepreis für herausragende Projekte sowie außerordentliches Engagement von Personen, Organisationen und Unternehmen aus.

Weitere Preise wurden wie folgt verliehen: Der erste Preis der Kategorie „Innovative Projekte“ ging an den Landschaftspflegeverband Saaletal (Sachsen-Anhalt) für das Projekt „Ziegen auf Extremstandorten“.

Mit dem zweiten Preis wurde die Biologische Station Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) für ihren Einsatz zum Erhalt und zur Förderung des Kulturgutes Streuobst ausgezeichnet. Das Wirken von Birgit Krummhaar und Jörg Schuboth (Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt) würdigte der DVL mit dem ersten Preis der Kategorie „Engagierte Personen“. In der Kategorie „Private Förderer von Naturschutz- und Landschaftspflegeprojekten“ ehrte der DVL den Einsatz der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH (Sachsen) mit einem undotierten Sonderpreis.

(Pressemitteilung: Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu e.V.)