Schule & Prävention Schüler trainieren Gewaltprävention und Selbstbehauptung

Schüler trainieren Gewaltprävention und Selbstbehauptung
Gruppenbild beim Spendentermin in der Realschule: Schüler der Klasse 6 b mit (hinten von links) Klassenlehrerin Ulrike Röhrnböck, Martin Öfner (Vorstandssprecher VR SüdBank), Schulleiter Andreas Briegel, Armin Mesmer (Vorstand BodenseeBank) und Erika Bero (rechts, Marketing VR SüdBank) sowie Gewaltpräventionspädagoge Jürgen Fiebig (links im Foto eingeblendet) (Foto: BodenseeBank / Ulrich Stock)
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Was tun, damit es bei einem Streit unter Jugendlichen erst gar nicht zur Anwendung von Gewalt kommt? Das lernen Schüler der sechsten Klassenstufe an Lindauer Schulen unter Anleitung eines ausgebildeten Gewaltpräventionspädagogen. Gemeinsam mit Lehrkräften zeigt Jürgen Fiebig den Jugendlichen, wie Gewalt vermieden werden und wie man sich selbst behaupten kann. Der ehemalige Polizeibeamte aus dem Allgäu, der sich seit fünf Jahren im Ruhestand befindet, führt solche Kurse bereits seit rund 20 Jahren durch.   

Vier Termintage für die drei 6. Klassen der Staatlichen Realschule im Dreiländereck haben bereits stattgefunden. Für die Klassen des Valentin-Heider-Gymnasiums (VHG) sind ähnliche Trainings im Frühjahr vorgesehen. Die BodenseeBank spendet rund 1100 Euro an den Verein MSE-Allgäu e.V., der wiederum die Durchführung der Kurse an den beiden Schulen gewährleistet. Fiebig ist Vorsitzender des Vereins, der in Sonthofen beheimatet ist. Er selbst arbeitet unentgeltlich bzw. ehrenamtlich. Vom Verein werden lediglich seine Fahrt- und sonstige Unkosten erstattet.

Wie Ulrike Röhrnböck, Klassenlehrerin der 6 b (Realschule) erläutert, sind die Kurse Teil des Projekts PIT (Prävention im Team), das sich wiederum am Konzept „Zammgrauft“ des Polizeipräsidiums München orientiert. Im Rahmen des Projekts sollen den Schülern vor allem Selbstbehauptung, Umgang mit Konflikten, Mobbing-Prävention und Stärkung des Selbstwertgefühls vermittelt werden. Letztlich diene dies auch der Verbesserung des Klassenzusammenhaltes.

„Wir wollen die Jugendlichen dafür sensibilisieren, dass Gewalt keine Lösung ist“, betont Kursleiter Fiebig und ergänzt: „Denn jeder Kampf, der nicht stattgefunden hat, ist ein gewonnener Kampf.“ Um Gewaltprävention zu üben, werden im Klassenverband interaktive Rollenspiele geübt, ebenso beim Thema Mobbing. Weitere Praxisübungen finden im Stuhlkreis statt, wo es auch um Selbstbehauptung geht. Denn jedem einzelnen Schüler, wie Fiebig fortfährt, soll klar sein: „Ich bin einzigartig und wertvoll – ich darf so sein, wie ich bin, und ich entscheide über mich selbst.