Unerlaubt mit Zug über die Grenze Lindauer Bundespolizei greift fünf ausweislose Migranten auf

Lindauer Bundespolizei greift fünf ausweislose Migranten auf
Polizisten am Bahnhof // Symbolbild. (Bild: Bundespolizei)
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Am Mittwoch (31. Januar) hat die Bundespolizei einen marokkanischen sowie vier türkische Zuginsassen gestoppt, die versucht hatten, unerlaubt nach Deutschland zu gelangen. In beiden Fällen waren die Migranten erst kurz zuvor an die schweizerischen beziehungsweise österreichischen Behörden übergeben worden.

Eine Streife der Lindauer Bundespolizei kontrollierte am Vormittag in einem EuroCity-Zug aus Zürich einen marokkanischen Staatsangehörigen. Der 28-Jährige konnte den Beamten keinerlei Reisedokumente, sondern nur ein Handyfoto seines Reisepasses vorweisen. 

Die Bundespolizisten ermittelten, dass sich der Migrant 2023 für angeblich 4.000 Euro hatte nach Spanien schleusen lassen. Anschließend war er über Italien in die Schweiz weitergereist, um schließlich nach Deutschland zu gelangen.

Die Beamten recherchierten, dass der Marokkaner erst in der Nacht auf Mittwoch durch die Konstanzer Bundespolizei in die Schweiz zurückgewiesen worden war, nachdem er versucht hatte, mit einem Zug aus Zürich unerlaubt in die Bundesrepublik einzureisen. Der Mann führte hierbei ebenso keine Ausweispapiere, sondern lediglich eine schweizerische Wegweisungsverfügung mit.

Die Lindauer Bundespolizisten zeigten den 28-Jährigen wegen versuchter unerlaubter Einreise an und lieferten ihn am Donnerstagabend (1. Februar) nach der Richtervorführung in die Abschiebehafteinrichtung Eichstätt ein. Von hier aus soll der Marokkaner in sein Heimatland zurückgewiesen werden.

Gegen Mittag kontrollierten die Bundespolizisten am Lindauer Inselbahnhof eine vierköpfige türkische Familie, die erst aus Österreich eingereist war und nun in einem Regionalzug Richtung Friedrichshafen weiterfahren wollte. Der 29-jährige Familienvater, seine 28-jährige Frau und die beiden kleinen Kinder hatten keine Ausweispapiere bei sich.

Die Beamten fanden heraus, dass die türkischen Asylbewerber nur knapp anderthalb Stunden zuvor vom Landratsamt Konstanz mit Unterstützung der Lindauer Bundespolizei an die österreichischen Behörden überstellt worden waren, da Österreich der für das Asylverfahren dieser Migranten zuständige Staat ist.

Im Zuge der Zurückschiebung waren die Türken mit einem bis Anfang 2025 gültigen Einreise- und Aufenthaltsverbot für die Bundesrepublik belegt worden, gegen welches sie nun mit ihrem erneuten Grenzübertritt verstoßen hatten.  

Die Beamten zeigten die beiden Erwachsen wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthaltes an. Der Mann erhielt eine weitere Anzeige wegen Beihilfe. Gegen Abend musste die Familie mit dem Zug nach Österreich zurückfahren.

(Pressemitteilung: Bundespolizeiinspektion Kempten)