Kreistag setzt klares Zeichen 87 Millionen für die Zukunft: Lindau baut Berufsschulzentrum neu

87 Millionen für die Zukunft: Lindau baut Berufsschulzentrum neu
Die Abstimmung des Kreistags des Landkreises Lindau (Bodensee) über das Berufliche Schulzentrum Lindau. (Bild: Landkreis Lindau/Nadja Krassik)
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Der Landkreis Lindau investiert in die Zukunft: Der Kreistag stimmt dem Neubau des Beruflichen Schulzentrums zu. Damit beginnt das größte Hochbauprojekt der Kreisgeschichte.

Der Landkreis Lindau (Bodensee) wagt den größten Bildungsbau seiner Geschichte: Der Kreistag hat mit deutlicher Mehrheit dem Neubau des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Lindau zugestimmt. Das Vorhaben gilt als Meilenstein für moderne Bildung, Nachhaltigkeit und die langfristige Fachkräftesicherung in der Region.

„Mit dem heutigen Beschluss steht dem Neubau nichts mehr im Weg. Wir schaffen die baulichen Voraussetzungen für moderne berufliche Bildung und sichern langfristig die Ausbildungsqualität im Landkreis“, betonte Landrat Elmar Stegmann.

Bildung stärken – Fachkräfte sichern

Die Bedeutung des Projekts reicht weit über die Schulmauern hinaus. Auch die regionale Wirtschaft sieht im BSZ-Neubau eine zentrale Investition in die Zukunft des Standorts Westallgäu/Bodensee. „Der Neubau ist ein Versprechen an unsere jungen Menschen: Ihr bekommt die bestmöglichen Voraussetzungen für Eure Ausbildung – modern, praxisnah und zukunftsorientiert. Gleichzeitig senden wir ein starkes Signal an unsere Ausbildungsbetriebe, die auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen sind“, so Stegmann weiter.

Bereits seit 2018 arbeitet der Landkreis an dem Projekt. Grundlage der Entscheidung war eine Machbarkeitsstudie der Büros Meixner + Partner und Krug Grossmann. Die klare Empfehlung: Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes sei aufgrund gravierender baulicher Mängel und instabiler Fundamente nicht vertretbar. Der einzig wirtschaftlich und pädagogisch sinnvolle Weg sei ein vollständiger Neubau.

„Mit dem neuen Beruflichen Schulzentrum stärken wir den Bildungsstandort Lindau dauerhaft – und machen ihn zu einem Leuchtturm für berufliche Bildung. Das ist aktive Standortpolitik mit Weitblick“, sagte Stegmann.

Finanzierung: Förderung übertrifft Erwartungen

Finanziell steht das Projekt auf einem soliden Fundament: Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit einer Förderquote von 58 Prozent – höher als ursprünglich erwartet. Das entspricht rund 45,95 Millionen Euro. Hinzu kommt eine KfW-Förderung über 1 Million Euro im Rahmen des Qualitätssiegels „Nachhaltiges Gebäude (QNG)“.

Die Gesamtkosten des Schulneubaus (ohne Turnhalle) belaufen sich auf 87,2 Millionen Euro. Der Eigenanteil des Landkreises liegt bei rund 40,2 Millionen Euro. Eine Kostenreserve von zehn Prozent dient als Puffer gegen Preissteigerungen.

„Wir haben großen Wert auf eine solide Finanzierung gelegt. Die Städte und Gemeinden im Landkreis dürfen auch künftig ihre Aufgaben verlässlich erfüllen können – dieser Verantwortung waren wir uns in jeder Phase bewusst“, so Stegmann. Bereits über 24 Millionen Euro konnten durch planerische Optimierungen eingespart werden – unter anderem dank der Arbeit einer projektbegleitenden Arbeitsgruppe.

Planung ohne Generalübernehmer

Der Landkreis hält am bewährten Modell der Einzelvergabe fest. Ein Generalübernehmer kommt – auch auf Empfehlung der Regierung von Schwaben – nicht zum Einsatz. Bereits 2018 hatten die Planungsbüros dieses Vorgehen wegen der Risiken höherer Kosten und längerer Projektzeiten ausgeschlossen.

Nach Investitionen von rund 3,9 Millionen Euro in die Planung und Entwicklung und angesichts der baulichen Dringlichkeit sieht der Kreistag keine tragfähige Alternative zum Neubau.

Turnhalle: Separater Baubeschluss geplant

Eine neue Turnhalle ist Teil des Gesamtkonzepts, wird jedoch separat beantragt. Derzeit kann die Fach- und Berufsoberschule Lindau nur 25 von 45 notwendigen Sportstunden abdecken – teils in externen Hallen, teils mit alternativen Angeboten. Eine dauerhafte Lösung sei daher dringend erforderlich.

Nächste Schritte

Die Umsetzung beginnt in Kürze. Folgende Maßnahmen stehen als Nächstes an:

  • Einreichung des Bauantrags bei der Stadt Lindau
  • Weiterführung der Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung)
  • Vorbereitende Maßnahmen:
    • Abbruch der alten Turnhalle
    • Rückbau der Doppelhäuser
    • Teilabbruch der KFZ-Werkstatt mit anschließender Umsiedlung
    • Verlegung des Bestandskanals und Bau einer neuen Trafostation

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.

(Quelle: Landkreis Lindau)