Hangrutschgefahr Wegsperrung nach Starkregen im Sommer 2024

Wegsperrung nach Starkregen im Sommer 2024
Um den Hohenegg-Hang zu stabilisieren, werden spezielle Netze angebracht. Diese sollen lose Erd- und Gesteinsmassen auffangen und so die Gefahr von Erdrutschen minimieren // Symbolbild. (Bild: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer)
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Im Sommer 2024 musste ein Teil des Wegs unterhalb des Hohenegg-Hangs aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Grund dafür war ein vorhergehendes Starkregenereignis, das zu erheblichen Bewegungen der Erdmasse führte. Messungen zeigten, dass der Hang akut abrutschgefährdet ist, was schnelle Sicherungsmaßnahmen erforderte.

Absprachen mit Behörden und Eigentümern

Bevor die Arbeiten beginnen konnten, fanden intensive Gespräche mit den Grundstückseigentümern sowie Abstimmungen mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Forstbehörde statt. Das Ziel: Eine dauerhafte Sicherung des Hangs und die baldige Wiederöffnung des gesperrten Straßenabschnitts.

Sicherungsmaßnahmen: Netze, Stütztafeln und abgeflachte Hangkante

Um den Hohenegg-Hang zu stabilisieren, werden spezielle Netze angebracht. Diese sollen lose Erd- und Gesteinsmassen auffangen und so die Gefahr von Erdrutschen minimieren. Zusätzlich werden Stütztafeln installiert, die ähnlich wie Leitplanken rutschende Erdmasse abfangen. Diese Tafeln werden quer zum Hang in die gefährdeten Schichten eingebracht und durch Bodennägel im festen Untergrund verankert.

Eine weitere Maßnahme zur Stabilisierung ist das Abflachen der oberen Hangkante. Dies reduziert die Hangneigung und verringert damit das Risiko eines Abrutschens.

Bauarbeiten abhängig vom Wetter: Freigabe bis Ostern geplant

Mitte Februar haben die Arbeiten am Hohenegg-Hang begonnen. Als Vorbereitung wurden bereits Rodungsarbeiten durchgeführt. Da die Ausführung der Sicherungsmaßnahmen stark wetterabhängig ist, ist derzeit von einer Bauzeit von fünf bis sieben Wochen auszugehen. Läuft alles nach Plan, könnte die Hoheneggstraße bis Ostern wieder freigegeben werden.

Nachhaltige Begrünung: Neue Bäume für den stabilisierten Hang

Nach Abschluss der baulichen Maßnahmen werden noch Bäume gepflanzt, um den Hang wieder zu begrünen. Diese ökologische Maßnahme dient nicht nur der optischen Wiederherstellung, sondern trägt langfristig zur weiteren Stabilisierung des Hangs bei.

(Quelle: Stadt Konstanz)