Die TuS-Handballer müssen sich dem TV Weilstetten geschlagen geben

Haben das Nachsehen gehabt: die Steißlinger Herren I.
Haben das Nachsehen gehabt: die Steißlinger Herren I. (Bild: Verein)

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Steißlingen (wb/tmy) – Es ist die nächste bittere Niederlage für die Herren I des TuS Steißlingen in der Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL) gewesen. Gegen den TV Weilstetten machte man über 55 Minuten ein gutes Spiel, am Ende versagten – laut Vereinsmitteilung – wieder die Nerven und man musste sich dem TVW mit 35:37 geschlagen geben.

Dabei waren die Rahmenbedingungen aufgrund der aktuellen Pandemie-Lage alles andere als gut, so fehlte dem TuS die lautstarke Unterstützung von den Rängen und es hatten sich nur circa 100 Zuschauer in der Mindlestalhalle versammelt. Zudem fehlte mit Philipp Klotz der etatmäßige Kreisläufer und so mussten Daniel Hipp und Kirill Glock auf dieser für sie ungewohnten Position agieren.

Auch der Start in die Begegnung war – so der TuS weiter – alles andere als berauschend, so waren die Gäste von der schwäbischen Alb effizient, während der TuS im Angriff sich den ein oder anderen Fehlwurf leistete.

Dementsprechend ging Weilstetten mit 4:2 in Front (5.). und auch in der Folge kam Steißlingen nicht wirklich in Tritt. Zu viele freie Chancen vergab man bereits in der ersten Viertelstunde, jedoch steigerte man sich in der Defensive, wodurch die Hegauer zehn Minuten vor der Halbzeit erstmals mit 14:13 in Führung gehen konnten.

Leider habe man es wieder einmal verpasst, diesen Vorsprung weiter auszubauen und sich so von Weilstetten zu distanzieren. So ging es mit einem 19:19-Unentschieden in die Kabine. Bis auf die nicht genutzten freien Chancen zeigte das Team von TuS-Trainer Dominik Garcia eine gute Leistung, ging man doch nur mit neun Feldspielern in die Begegnung.

Auch im zweiten Durchgang blieb man zunächst konzentriert und konnte mit 22:20 in Führung gehen. Doch der TuS zeigte sich seit Wochen in einer Sache konstant: Den Gegner am Leben zu lassen. Immer wieder hatten die „Blau-Weißen“ die Chance, den Vorsprung auf vier oder fünf Tore auszubauen.

Aber immer wieder leistete man sich gerade in diesen Situationen unerklärliche Fehler und Weilstetten blieb somit im Spiel. Beim Stand von 28:27 (49. Minute) streikte dann auch noch der Laptop am Kampfgericht und die Begegnung musste für circa zehn Minuten unterbrochen werden.

Danach schien der TuS Steißlingen das bessere Ende für sich zu haben und führte fünf Minuten vor Ende mit 33:31. Innerhalb von 70 Sekunden brachte Steißlingen allerdings das Kunststück fertig, den TV Weilstetten zum 33:33 wieder ausgleichen zu lassen. So wirkte man wieder einmal viel zu hektisch und leistete sich in der entscheidenden Phase haarsträubende Fehler.

Weilstetten hingegen habe viel cleverer agiert, spielte die Angriffe strukturiert aus und konnte so am Ende mit 37:35 die Oberhand behalten. Und: Leichter wird es in den kommenden Wochen nicht und mit dem Derby gegen die HSG Konstanz II wartet eine echte Herkulesaufgabe auf den TuS.

TuS Steißlingen I:

Seeger (Tor); Biedermann, M. Wangler (15/7), Hipp (7), F. Maier (4), Faeser (4), Glock, Hohlwegler, Müller, F. Wangler (5).