Bundespolizei Konstanz vollstreckt am Wochenende vier Haftbefehle

Bundespolizei Konstanz vollstreckt am Wochenende vier Haftbefehle
Ein Mann steht in Handschellen neben einem Polizisten. (Bild: Johannes Neudecker/dpa/Symbolbild)

WOCHENBLATT

Beamte der Bundespolizeiinspektion Konstanz haben am Wochenende in Konstanz vier Haftbefehle vollstreckt und vier Personen festgenommen. Hintergrund der Festnahmen waren jeweils offene Haftbefehle wegen Sachbeschädigung, Steuerhinterziehung, Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Erschleichen von Leistungen.

Am vergangenen Freitag (21. Juni 2024) kontrollierten Bundespolizisten einen 22-jährigen rumänischen Staatsangehörigen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt suchte seit April 2024 wegen Erschleichens von Leistungen nach ihm, nachdem ihn das Amtsgericht Frankfurt im März 2023 rechtskräftig verurteilte. Der 22-Jährige konnte die geforderte Geldstrafe von 1500 Euro begleichen und durfte seine Reise fortsetzen.

Am selben Tag ging den Einsatzkräften eine 39-Jährige deutsche Staatsangehörige ins Netz. Gegen sie lag ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Konstanz vor. Wegen Steuerhinterziehung war die Gesuchte im Januar 2019 vom Amtsgericht Konstanz verurteilt worden. Sie konnte die geforderte Geldstrafe in Höhe von 3900 Euro vor Ort nicht begleichen und trat ersatzweise eine Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt an.

Samstagnachmittag (22. Juni 2024) überprüften Beamte der Bundespolizeiinspektion Konstanz einen 29-jährigen slowenischen Staatsangehörigen. Die Staatsanwaltschaft München II suchte nach ihm infolge einer nicht beglichenen Strafe nach Verurteilung wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Das Amtsgericht Miesbach hatte ihn im Dezember 2021 rechtskräftig verurteilt. Nach Begleichung der offenen Geldstrafe von 1200 Euro konnte er seine Reise fortsetzen.

Ein weiterer Fahndungserfolg konnte am frühen Sonntagmorgen (23. Juni 2024) verzeichnet werden. Beamte der Zollverwaltung stellten einen Mann am Bahnhof in Konstanz fest, gegen den ein Haftbefehl vorlag. Wegen Erschleichens von Leistungen war der ungarische Staatsangehörige durch das Amtsgericht Mannheim im Mai 2024 rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 140 Euro verurteilt worden. Bezahlt hatte er bisher nicht, weshalb die Staatsanwaltschaft Mannheim nach ihm suchte. Die Zollverwaltung alarmierte die zuständige Bundespolizeiinspektion Konstanz. Da der Mann nicht bezahlen konnte, wurde er von den Bundespolizisten in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

(Pressemitteilung: Bundespolizeiinspektion Konstanz)