Während bei uns die ausgedienten Christbäume meist beim Wertstoffhof oder auf dem Funken landen, sorgen die vertrockneten Tannen in der Schweiz für viele Lacher und in Schweden für ganz schön Wirbel. Am 4. Januar fand in Romanshorn zum dritten Mal das beliebte Christbaumwerfen statt.
Ein einsamer Mann wandert durch Schwedens verschneite Hauptstadt. Mit viel Glück überlebt er seinen ausgedehnten Spaziergang, denn plötzlich fliegen Weihnachtsbäume aus den Fenstern. Keine Panik – sie verfehlen ihn knapp. Im Jahr 1996 bewarb IKEA mit diesem witzigen Werbespot die Rabattangebote an Knut (13. Januar).
Anstatt Speere flogen Christbäume
Die Romanshorner am südlichen Ufer des Bodensees (Schweiz) halten es da weniger dramatisch – sie werfen die Christbäume nicht aus den Fenstern, sondern mit viel Kraft in die Weite. Wie es vom Gewerbeverein heißt, ging es am Sonntag beim „Christbaumwerfen“ hoch her. Anstatt Speere oder Bälle wurden die zu entsorgenden Christbäume geworfen.
Frisieren ist nicht erlaubt
Die Bäume wurden, basierend auf ihrer Höhe, in verschiedene Kategorien eingeteilt. Oberstes Gebot war, dass die ehemals stolzen Tannen nicht frisiert waren. Das heißt, dass Äste auf keinen Fall abgeschnitten werden durften. Wer am weitesten in der entsprechenden Kategorie warf, bekam einen attraktiven Preis, so der Gewerbeverein. Kinder durften beim Adventskranzwerfen mitmachen.
Natürlich gab es auch warme Getränke und Snacks für die Teilnehmer und Zuschauer. Sämtliche Bäume wurden im Anschluss der Veranstaltung fachgerecht entsorgt.
Fliegende Christbäume auf der Ostalb
In Pommertsweiler im Ostalbkreis fand am ersten Wochenende 2026 ebenfalls ein Wettbewerb im Christbaum-Weitwurf statt. Veranstalter war der Verein WIP – Wir in Pommertsweiler. Der Rekord lag bei über zehn Metern. Die Technik war egal, Hauptsache der Baum flog möglichst weit. Es zählte nur, wo am Ende die Baumspitze lag, berichtete der SWR.
(Quelle: Gewerbeverein Romanshorn und Umgebung/aktuelles/SWR)