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Polizei stoppt 87-jährigen Autofahrer in Überlingen

Lesezeit 2 Minuten
Das Vorurteil, ältere Menschen seien stets eine Gefahr für den sicheren Straßenverkehr, ist weitverbreitet.
Das Vorurteil, ältere Menschen seien stets eine Gefahr für den sicheren Straßenverkehr, ist weitverbreitet. (Bild: lucigerma / iStock / Getty Images Plus)

Am Mittwochvormittag wurde ein Zeuge auf einen unsicher fahrenden 87-Jährigen aufmerksam und alarmierte die Polizei. Als die Beamten den Mann kontrollierten stellten sie erhebliche Unfallspuren an seinem Wagen fest.

Einem Zeugen war auf der B31 bei Überlingen die auffällige Fahrweise eines Seniors aufgefallen. Er versuchte daraufhin mehrmals den Mann zum Anhalten zu bewegen und kontaktierte die Polizei.

Unfallspuren müssen noch geklärt werden

In der nachfolgenden Polizeikontrolle ergab sich schnell der Verdacht, dass der 87-Jährige aufgrund seines Zustandes nicht mehr in der Lage war, sein Auto sicher zu führen. Darüber hinaus wies sein BMW an der rechten Fahrzeugseite erhebliche Unfallspuren auf, deren Schaden auf rund 10.000 Euro geschätzt wird. Wo genau die Schäden am Auto entstanden, konnte im Rahmen der ersten Ermittlungen noch nicht herausgefunden werden.

Zeugen gesucht

Die Polizisten untersagten dem Mann die weitere Fahrt. Er muss nun mit einer Strafanzeige rechnen. Etwaige Unfallzeugen oder Personen, die mutmaßlich durch seine Fahrweise gefährdet wurden, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 07551/804-0 bei der Polizei Überlingen zu melden.

Ältere Autofahrer bedeuten nicht automatisch Gefährdung

Ausschlaggeben für sicheres Fahren ist nicht nur das Alter, sondern auch die Fahrerfahrung, so der ADAC. Ältere Menschen fahren demnach oftmals vorsichtig und vorausschauend, vermeiden riskante Manöver und halten genügend Abstand.

Klare Sinne, schnelle Reaktionen und uneingeschränkte Aufmerksamkeit sind wichtig, um sicher am Verkehr teilzunehmen. Mit dem Alter kann es hierbei jedoch zu schrittweisen Leistungseinbußen kommen, die nicht plötzlich, sondern langsam auftreten.

Zwischen den „Best Agern“ um die 65 und den Hochbetagten über 90 Jahre, weisen alle einen unterschiedlichen Fahrstil auf. Der natürliche Alterungsprozess kann zwar Einfluss auf die Leistung haben, dass allein sagt allerdings nichts über die Fähigkeit zum Autofahren aus, sagen die Experten des ADAC.

Allgemein gilt: Man sollte „die eigenen Fahrfähigkeiten regelmäßig, vor allem aber selbstkritisch hinterfragen“.

ADAC Fahr-Fitness-Check

Beim ADAC Fahr-Fitness-Check können ältere Fahrer mit einem erfahrenen Lehrer Fähigkeiten und Reaktionen testen. Ziel ist es, den Fahrstil zu verbessern, mögliche Verbesserungen zu finden und konkrete Tipps zu erhalten.

Bei Interesse an einem Fahr-Fitness-Check oder einem Fahrtraining kann man jederzeit Kontakt zur ADAC in der Nähe aufnehmen.

(Quelle: ADAC, Polizeipräsidium Ravensburg)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
13.01.2024, 10:20 Uhr

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