Während Rettungskräfte in Salem-Buggensegel um das Leben eines schwer verletzten Motorradfahrers kämpften, fuhr ein egoistischer Vater mit seinem Pkw mitten durch eine abgesperrte Unfallstelle. Das hat Konsequenzen.
Wie es von der Polizei heißt, musste der Mann letzten Mittwoch sein Kind von der Schule abholen und hat deshalb polizeiliche Absperrungen an einer Unfallstelle auf der K 7760 ignoriert und ist in den Unfallbereich gefahren.
Unglaubliches Verhalten
Noch während die Rettungskräfte vor Ort im Einsatz waren, räumte der Mann die zur Sperrung verwendeten Pylonen sowie ein Warnschild beiseite und fuhr zwischen die Einsatzfahrzeuge mitten in die Unfallstelle ein. Hier wurde er von einer Polizeibeamtin, die eigentlich in die Unfallaufnahme eingebunden war, gestoppt.
Gegen den Autofahrer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Nichtbeachtens polizeilicher Weisungen eingeleitet, er muss nun mit einem Bußgeld sowie einem Punkt in Flensburg rechnen.
Anordnung ist rechtlich bindend
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass derartige Absperrungen für alle Verkehrsteilnehmenden gültig, verbindlich und in keinem Fall diskutabel sind. Auch wenn der Grund für eine Sperrung für Unbeteiligte mitunter nicht sofort ersichtlich sein kann, so richtet die Polizei derartige Durchfahrtsverbote stets nur bei begründeter Notwendigkeit und mit entsprechendem Augenmaß ein. Die Anordnung ist rechtlich bindend. Die Missachtung derartiger Absperrungen kann neben einem Bußgeld als Folge für die Verkehrsteilnehmenden auch in höchstem Maße gefährlich sein, zum Beispiel durch landende oder startende Rettungshubschrauber, Gefahren von der Einsatz- bzw. Unfallstelle oder durch technisches Rettungsgerät.
Rettungskräfte gefährdet
Außerdem werden die eingesetzten Rettungskräfte zusätzlichen und völlig unnötigen Risiken ausgesetzt, da sie nach eingerichteter Absperrung von einem gesicherten Einsatzbereich ohne weiteren Verkehr ausgehen und sich darauf verlassen, um ihren eigentlichen Aufgaben nachzugehen.
(Quelle: Polizeipräsidium Ravensburg)