Die Gemeinde Meckenbeuren investiert in den Hochwasserschutz. Eine neue mobile Pumpe soll künftig bei Extremwetterlagen unterstützen.
Die Gemeinde Meckenbeuren reagiert auf zunehmende Herausforderungen durch Extremwetterereignisse und baut ihren Hochwasserschutz aus. Anlass ist unter anderem das Hochwasser im Jahr 2024, bei dem es zu erheblichen Überflutungen kam und kritische Infrastrukturen sowie private und öffentliche Gebäude betroffen waren.
Neue Pumpe erstmals vorgestellt
Am 22. April 2026 wurde eine mobile Drehkolben-Pumpe erstmals Mitarbeitern des Eigenbetriebs Abwasser, des Bauhofs sowie Vertretern der Freiwilligen Feuerwehr vorgestellt. Der Gemeinderat hatte die Anschaffung bereits am 24. September 2025 beschlossen.
Das rund 145.000 Euro teure Börger-System ist auf einem Anhänger montiert und verfügt über eine integrierte Notstromversorgung. Dadurch kann es flexibel an unterschiedlichen Einsatzorten genutzt werden. Drehflansche auf beiden Seiten erleichtern die Anpassung an verschiedene Einsatzszenarien. Zudem ist eine Fernwartung durch Experten über eine elektronische Steuerung möglich.
Hohe Leistung auch ohne Strom
Die Pumpe erreicht eine Förderleistung von bis zu 5.500 Litern pro Minute, was etwa 37 Badewannen Wasser in einer Minute entspricht. Auch bei Stromausfällen können so große Mengen an Regen- und Abwasser abgepumpt werden. Durch die autarke Stromversorgung bleibt das System unabhängig vom Stromnetz und dauerhaft einsatzbereit.
Einsatz für die Region denkbar
Bürgermeister Georg Schellinger betonte bei ersten Tests die Bedeutung der Investition: „Der Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger in allen Teilorten hat für uns Priorität. Mit einer leistungsfähigen Pumpe können wir Schäden und Gefahren verhindern oder zumindest minimieren.“
Die technische Auslegung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Technischen Hilfswerk (THW) Friedrichshafen. Die Pumpe wird künftig im Feuerwehrhaus Meckenbeuren stationiert, die Einsatzkräfte sollen den Umgang regelmäßig üben. In Notsituationen ist auch eine Unterstützung anderer Kommunen denkbar.
(Quelle: Gemeinde Meckenbeuren)