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Religiöse Teilhabe ermöglichen Erntedank in Eriskirch: Gottesdienst für Menschen mit Demenz

Im Haus der Pflege St. Iris in Eriskirch feierten Menschen mit Demenz einen besonderen Erntedankgottesdienst. Für 2027 ist erstmals eine offene Feier geplant.

Lesezeit 1 Minute
Eine Frau hält bei einer Feier einen Apfel hoch, während drei ältere Frauen vor einem Erntedankaltar sitzen.
Beim Erntedankgottesdienst im Haus der Pflege St. Iris in Eriskirch wird das Thema mit einem Apfel und herbstlich geschmücktem Gemüsealtar für die Bewohnerinnen erlebbar gemacht. (Bild: Stiftung Liebenau)

Ein bunt geschmückter Altar mit verschiedenen Obst- und Gemüsesorten stand am 15. Oktober im Mittelpunkt eines besonderen Erntedankgottesdienstes im Haus der Pflege St. Iris der Stiftung Liebenau in Eriskirch. Die Feier fand direkt in den Wohnbereichen des Erd- und Obergeschosses statt und war speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz abgestimmt.

Gestaltet wurde der Gottesdienst von Diakonin Nadia Pfitzner und Hauswirtschaftsleiterin Vanessa Ackrath. Neben dem Erntedankaltar waren auch die Wohnbereiche passend zum Anlass dekoriert. Die sichtbaren Elemente sollten den Bewohnerinnen und Bewohnern helfen, das Thema besser zu erfassen und unmittelbar zu erleben.

Gottesdienste in vertrauter Umgebung

Die speziell gestalteten Gottesdienste werden im Haus St. Iris regelmäßig angeboten. Ziel ist es, Menschen mit Demenz trotz ihrer kognitiven Einschränkungen eine aktive Teilnahme am religiösen Leben zu ermöglichen.

Dabei berücksichtigt das Konzept die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmenden. Bewohnerinnen und Bewohner dürfen während des Gottesdienstes aufstehen, sich frei im Raum bewegen oder die Feier jederzeit verlassen, wenn sie sich überfordert fühlen.

Um Sicherheit und Vertrautheit zu schaffen, finden die rund 30-minütigen Gottesdienste direkt in den jeweiligen Wohnbereichen statt. Dadurch können die Teilnehmenden in ihrer gewohnten Umgebung und Tagesstruktur bleiben. Zum Abschluss besteht die Möglichkeit, eine Einzelsegnung zu erhalten.

Offener Demenzgottesdienst für 2027 geplant

Nach Angaben der Einrichtung ist die Resonanz auf das Angebot durchweg positiv. „Die ruhige und vertraute Atmosphäre ermöglicht so die Teilhabe unserer Bewohnerinnen und Bewohner am religiösen Leben, zu dem die Stiftung Liebenau sich auch nach wie vor bekennt“, sagt Diakonin Nadia Pfitzner.

Im kommenden Jahr soll das Angebot auch Menschen mit Demenz offenstehen, die nicht im Haus St. Iris leben. Dafür ist 2027 ein offener Demenzgottesdienst geplant. Weitere Informationen sollen rechtzeitig im Gemeindeblatt Eriskirch veröffentlicht werden.

(Quelle: Stiftung Liebenau)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
05.11.2026, 18:06 Uhr

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