"Ohne Kompromisse bei der Sicherheit" ZF LIFETEC ordnet Fahrerairbag neu am Lenkrad an und schafft Designfreiheit

ZF LIFETEC ordnet Fahrerairbag neu am Lenkrad an und schafft Designfreiheit
Die innovative Positionierung des Fahrerairbags hinter dem Lenkrad ermöglicht zukunftsweisende Gestaltungsmöglichkeiten für das Lenkrad und seine Bedienelemente. Die waagerechte Speiche einschließlich Nabe kann so in einem nahtlosen, Smartphone-ähnlichen Design gestaltet werden. (Bild: ZF LIFETEC)

WOCHENBLATT

Seit der Einführung von Fahrerairbags in den 1980er-Jahre hat dieser seinen festen Platz in der Mitte des Lenkrads, in dessen Nabe. Seitdem ist das Lenkrad nicht mehr nur die Schnittstelle zwischen Fahrer und Auto zur Übermittlung von Lenkbefehlen, sondern übernimmt auch eine Schutzfunktion im Falle eines Unfalls.

Seit etwa drei Jahrzehnten gehört der Fahrerairbag zur Serienausstattung fast aller Autos und trägt dazu bei, Leben zu retten und Verletzungen zu verringern. Zusätzlich entwickelte sich das Lenkrad zur Kommandozentrale für Entertainment- und Assistenzfunktionen moderner Autos. Um die Designmöglichkeiten zukunftsweisender Innenraumkonzepte zu erweitern, hat ZF LIFETEC eine neue Generation von Lenkrädern entworfen.

Der Fahrerairbag ist jetzt hinter dem Lenkrad montiert statt in seiner Nabe. Bei einem Unfall entfaltet er sich bei diesem Konzept von hinten durch das Lenkrad in Richtung Fahrer. Durch diese neue Einbauposition des Airbags kann die waagerechte Speiche einschließlich Nabe in einem nahtlosen, Smartphone-ähnlichen Design gestaltet werden. Hinter einer durchgängigen Oberfläche sind druckempfindliche Bedienelemente für Entertainment- und Assistenzfunktionen des Fahrzeugs integriert. Dieses Design geht wiederum nahtlos in die digital gestalteten Armaturenbretter moderner Fahrzeuginnenräume über. „Mit diesem neuen Konzept ermöglichen wir Designfreiheiten für Lenkräder ohne Kompromisse bei der Sicherheit“, erklärt Harald Lutz, Entwicklungsleiter von ZF LIFETEC.

Klare Formensprache

Der Trend des nahtlosen Designs, der sich bei Elektronik-Komponenten in den letzten Jahren in vielen Bereichen wie etwa bei Smartphones immer weiter durchsetzt, findet sich auch in modernen Fahrzeuginnenräumen wieder. Gerade Fahrzeuge aus dem Premiumbereich verzichten beim Interieur immer mehr auf Fugen und Spalten. Das zeigt sich auch in neuartigen Beleuchtungsmöglichkeiten und Displays, die zunehmend im gesamten Fahrzeuginnenraum integriert werden. Diese Entwicklung wird sich auch bei zukünftigen Lenkrädern fortsetzen. Nahtlose Designvarianten mit einer höheren Integration von HMI-Funktionen und neuen Oberflächen werden das Erscheinungsbild und den Funktionsumfang des Lenkrads von morgen maßgeblich bestimmen.

Die Funktion bestimmt das Design

Mit dem nahtlosen Design eröffnen sich nicht nur viele Möglichkeiten bei der Verwendung neuer Materialien und Formen, sondern auch bei der Funktion. So sind sogenannte On-Demand-Funktionen (frei belegbare Felder), Touchdisplay oder ein zentraler Bildschirm denkbar. Da das Lenkrad allerdings auch ein sicherheitsrelevantes Bauteil im Fahrzeug ist, steht die Bedienerfreundlichkeit über allem. Bei diesem Konzept sind deshalb auch hybride Lösungen realisierbar. Zu diesen gehören zum Beispiel die Kombination einer sogenannten Daumenwalze mit einem ebenfalls im Lenkrad integrierten, berührungsempfindlichen Bildschirm als Ankerpunkt, die so eine entsprechende Bedienungssicherheit für die Fahrerin oder Fahrer ermöglichen.

Kombinieren lassen sich diese Funktionen auch mit einer sogenannten Hands-on-Detection, die Bestandteil von aktuellen und zukünftigen Lenkrädern ist. Ein kapazitiver Sensor unter der Lederoberfläche erkennt, ob der Fahrer das Lenkrad nur leicht berührt es sicher umgreift. Diese Technologie ist ein weiterer Baustein für die sichere Fahrzeugsteuerung.

(Pressemitteilung: ZF)