Stark fürs Herz Spitzenmedizin bei Herzschwäche in Friedrichshafen

Spitzenmedizin bei Herzschwäche in Friedrichshafen
Dr. Daniel Stierle und die drei „Heartfailure Nurses“ (von links) Sandra Kramer, Sylvia Metzdorff und Rebecca-Ann Garman. (Bild: MCB)
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Herzschwäche, medizinisch als Herzinsuffizienz bezeichnet, ist längst eine Volkskrankheit. Symptome wie Atemnot, Schlappheit und Wassereinlagerungen können Hinweise darauf sein, dass das Herz nicht mehr ausreichend Blut pumpen kann. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, drohen schwere Komplikationen bis hin zum Schockzustand. Ursachen sind vielfältig und reichen von Bluthochdruck über Herzinfarkte bis hin zu Entzündungen des Herzmuskels.

Die Zahl der Betroffenen steigt stetig, was die Bedeutung spezialisierter Versorgungseinrichtungen unterstreicht.

Friedrichshafen als Vorreiter: Zertifizierte Herzinsuffizienz-Schwerpunktklinik

In der Klinik für Kardiologie, Pneumologie, Angiologie und internistische Intensivmedizin am Medizin Campus Bodensee (MCB) hat die Versorgung von herzinsuffizienten Patienten eine lange Tradition. Mit hohen Qualitätsstandards und modernster Diagnostik wurde die Klinik von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als Herzinsuffizienz-Schwerpunktklinik zertifiziert. Herzstück der Einrichtung ist die „Heart Failure Unit“ (HFU), die auf die Behandlung von Patienten mit Herzschwäche spezialisiert ist.

Ganzheitliche Betreuung: Mehr Lebensqualität trotz chronischer Erkrankung

„Herzschwäche ist oft eine chronische Erkrankung mit langfristigen Folgen“, erklärt Oberarzt Dr. Daniel Stierle, Leiter des Schwerpunkts Herzinsuffizienz. Zwar fühlen sich Patienten nach der Behandlung im Krankenhaus häufig zunächst besser, doch viele erleben bald wiederkehrende Symptome.

Das Ziel der Friedrichshafener Klinik ist daher, durch gezielte und umfassende Therapieansätze die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und häufige Krankenhausaufenthalte zu vermeiden. Dabei spielt die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegefachkräften, niedergelassenen Ärzten und Angehörigen eine zentrale Rolle.

Engmaschige Versorgung: Herzinsuffizienz-Ambulanz und Pflegekompetenz

Ein zentraler Bestandteil des Versorgungskonzepts ist die spezialisierte Herzinsuffizienz-Ambulanz. Hier können schwerkranke Patienten nach Überweisung durch ihren Kardiologen behandelt werden. Gemeinsam mit den Patienten und den ärztlichen Kollegen wird ein individueller Therapieplan erstellt, um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

Pflegefachkräfte mit spezieller Ausbildung zur Herzinsuffizienz leisten ebenfalls einen wichtigen Beitrag: Sie stehen den Patienten durch regelmäßige telefonische Kontakte zur Seite, um die Therapie zu steuern und Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen. So können unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden werden.

Diagnostik und Therapie auf höchstem Niveau – Rund um die Uhr

Die zertifizierte Klinik bietet eine vollständige Palette an Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten. Von Herzultraschall und Herzkatheteruntersuchungen bis hin zu kreislaufunterstützenden Maßnahmen auf der interdisziplinären Intensivstation ist für eine optimale Versorgung gesorgt.

Dank der spezialisierten Herzinsuffizienz-Ambulanz ist auch nach der Entlassung eine engmaschige Betreuung gewährleistet. In enger Abstimmung mit den niedergelassenen Ärzten können Patienten so langfristig stabilisiert und ihre Lebensqualität verbessert werden.

Ein starkes Netzwerk für ein starkes Herz

Mit der „Heart Failure Unit“ und dem umfassenden Versorgungskonzept setzt die Friedrichshafener Klinik Maßstäbe in der Behandlung von Herzschwäche. Das enge Zusammenspiel von medizinischer Expertise, individueller Betreuung und modernster Technik bietet betroffenen Patienten die bestmögliche Unterstützung – für mehr Lebensqualität trotz Herzinsuffizienz.

(Quelle: Medizin Campus Bodensee)