Roman Fediurko gewinnt den ZF-Musikpreis 2024

Roman Fediurko gewinnt den ZF-Musikpreis 2024
Roman Fediurko (mitte) gewinnt den ZF_Musikpreis 2024. Seonghyeon Leem (rechts) belegt den zweiten Platz, Julian Gast (links) wird Dritter. (Bild: Lena Reiner)

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Der neunzehnjährige Roman Fediurko aus der Ukraine überzeugte auf ganzer Linie und gewinnt den elften ZF-Musikpreis.

Roman Fediurko aus der Ukraine hat am vergangenen Sonntag, 2. Juni, den mit 10.000 Euro dotierten ZF‑Musikpreis gewonnen. Den zweiten Platz mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro belegte die Südkoreanerin Seonghyeon Leem, den dritten mit 3.000 Euro dotierten Platz belegte Julian Gast aus Deutschland.

Der Klavierwettbewerb um den ZF-Musikpreis 2024 blieb bis zur letzten Minute spannend. Das Wettbewerbsniveau war in diesem Jahr wieder außergewöhnlich hoch. Fünf mehrfach international preisgekrönte junge Pianist:innen aus fünf Nationen waren zum Wettbewerb angetreten. Die drei Finalist:innen hatten schon in den ersten beiden Auswahlrunden hohe Musikalität und unglaubliche Virtuosität bewiesen. Mit meisterlichem Können und überragenden Interpretationen von Werken Johann Sebastian Bachs und Ludwig van Beethovens sowie Neuer Musik und Werken der Deutschen Romantik setzten sich die drei jungen Künstler:innen in den ersten beiden Wettbewerbs­runden im Münzhof in Langenargen und im Forum am See in Lindau souverän durch.

Entsprechend hoch war der Anspruch beim dritten, entscheidenden Wettbewerbskonzert am vergangenen Sonntag im Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen: Konzertetüden sowie Werke des 19. und 20. Jahrhundert bildeten ein herausforderndes Programm, das den drei Finalist:innen nochmals ihr ganzes Können abverlangte. Über 400 Besucher:innen waren ins Graf-Zeppelin-Haus in Friedrichshafen gekommen, um das Abschlusskonzert mit den außergewöhnlichen jungen Meister:innen hautnah mitzuerleben. Die hohen Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Alle drei Finalist:innen verstanden es, das Publikum zu verzaubern und boten ein Konzert mit unvergesslichem Musikgenuss auf höchstem Niveau.

In der Pause fieberten die Besucher:innen gespannt der Auszählung des Publikumspreises, vor allem aber der Entscheidung der Jury entgegen, die in ihrer Wertung die Leistung in allen drei Konzerten zu beurteilen hatte. Mitglieder der internationalen Jury unter Vorsitz von Peter Vogel waren in diesem Jahr Prof. Yuka Imamine, Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik und Theater München, Prof. Roland Krüger, Professor für Klavier an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, sowie Xiaolu Zang, Gewinner ZF Musikpreis 2022.

Aufgrund seiner konstant brillanten Leistungen in allen drei Wettbewerbskonzerten kürte die Jury Roman Fediurko zum Gewinner des ZF-Musikpreises 2024. „Roman Fediurko ist mit seinen 19 Jahren bereits ein in allen Belangen des Klavierspiels und des Musizierens gebildeter Pianist. Über drei Wettbewerbsrunden hat er ein äußerst ausgeprägtes Verständnis für die unterschiedlichsten Epochen bewiesen. Sein Spiel besticht durch souveräne Technik, enormen Farbenreichtum, äußerst variablen Anschlag und eine natürliche Emotionalität,“ heißt es in der Begründung der Jury. Grandios hatte der junge Ukrainer im Abschlusskonzert nochmals mit der Études Tableaux op. 33 es-moll Nr. 5 von Sergei Rachmaninow sowie der Etüde gis-moll op. 25 Nr. 6 und der Sonate Nr. 3 h-moll op. 58 von Frédéric Chopin gleichermaßen überzeugt.

Seonghyeon Leem belegte in der Endwertung den zweiten Platz. Die Pianistin aus Südkorea brillierte in Friedrichshafen mit der Études Tableaux op. 39 Nr. 9 von Sergei Rachmaninow, der Etüde op. 10 Nr. 8 von Frédéric Chopin, der Violinpartita E-Dur Nr. 3 von Johann Sebastian Bach bearbeitet von Sergei Rachmaninow, sowie mit Der Feuervogel von Igor Strawinski.

Der Drittplatzierte Julian Gast aus Deutschland hatte sein großes Können am letzten Abend nochmals mit der Grand Étude de Paganini Nr. 2 Es-Dur von Franz Liszt, der Etüde F-Dur op. 10 Nr. 8 von Frédéric Chopin sowie der Sonate Nr. 7 B-Dur op. 83 von Sergei Prokofjew bewiesen.

Auch das Publikum ist beim ZF-Musikpreis gefragt: Die Zuhörer:innen können bei jedem Konzert einen mit jeweils 500 Euro dotierten Publikumspreis vergeben. Neben den Literaturschwerpunkten, die jedem Konzert einen ganz besonderen Reiz verleihen, macht der Publikumspreis den Wettbewerb zu einem besonders spannenden Musikerlebnis. Beim zweiten Konzert ging der Publikumspreis an Julian Gast. Klarer Publikumsfavorit beim ersten und dritten Konzert war Roman Fediurko, der am Ende mit dem ZF-Musikpreis 2024 und zwei Publikumspreisen nachhause ging.

(Pressemitteilung: ZF Kunststiftung)