Patienten bleiben auf der neuen Kurzliegerstation im Klinikum Friedrichshafen in der Regel höchstens drei Tage. Ein Team ehemaliger Pflegekräfte aus Tettnang betreibt den neuen Bereich mit 14 Betten.
Mit der neuen Kurzliegerstation erweitert das Klinikum Friedrichshafen sein Versorgungsangebot für Patienten, die nach kurzen oder ambulanten medizinischen Eingriffen nur für einen begrenzten Zeitraum stationär betreut werden müssen. Die Station befindet sich in der dritten Etage und ist seit rund einem Monat in Betrieb.
Team aus Tettnang übernimmt Leitung
Gesundheits- und Krankenpflegerin Franziska Vollmer hatte sich schon lange eine Station für sogenannte Kurzlieger in einem modernen Krankenhaus gewünscht. Während ihrer Zeit als Stationsleitung in der Klinik Tettnang ließ sich dieses Konzept nicht umsetzen.
Als sie von Pflegedirektorin Claudia Keller erfuhr, dass im Klinikum Friedrichshafen eine interdisziplinäre Kurzliegerstation aufgebaut werden soll, entschied sie sich, das Projekt zu übernehmen. Kurz darauf wechselten weitere Pflegefachkräfte aus Tettnang nach Friedrichshafen. Insgesamt betreiben inzwischen zehn ehemalige Tettnanger Pflegekräfte im Alter zwischen 30 und 60 Jahren gemeinsam die Station.
Patienten bleiben höchstens drei Tage
Nach einem Monat Betrieb hat das Team nach eigenen Angaben bereits Strukturen geschaffen, um die Anforderungen aller Fachrichtungen im Haus auf der 14-Betten-Station zu erfüllen.
„Die Patienten bleiben maximal drei Tage bei uns, manche Patienten, die nachts aufgenommen werden, verlegen wir im Laufe des nächsten Tages auf eine andere Station und so belegen wir viele Betten zwei Mal am Tag“, erklärt Franziska Vollmer.
Neue Abläufe für das Pflegeteam
Für die Mitarbeitenden bedeutet die Arbeit auf der Kurzliegerstation einen veränderten Alltag. Statt Patienten über längere Zeit zu betreuen, sind häufige Wechsel sowie ein hohes Maß an Flexibilität und Agilität gefragt.
Gleichzeitig bringt das neue Konzept besondere Arbeitszeiten mit sich: Die Dienste finden ausschließlich zwischen Montag, 6 Uhr, und Freitag, 18 Uhr, statt. „Eine Fünf-Tage-Woche für Pflegekräfte ist schon was ganz Besonderes“, sagt Franziska Vollmer, die 2009 ihre Ausbildung begonnen hat und seitdem im Tag- und Nachtdienst gearbeitet hatte.
Patienten, die bis Freitag, 18 Uhr, nicht entlassen werden können, werden auf andere Stationen verlegt. Hybridpatienten, die nach ambulanten Operationen noch überwacht werden müssen, können nach Schließung des ambulanten OP-Zentrums auf der gegenüberliegenden Kurzliegerstation weiter versorgt werden.
(Quelle: Medizin Campus Bodensee)