Flughafen Friedrichshafen investiert in Ringleitung

Auf den Betriebsflächen des Bodensee-Airports wird eine Ringverkabelung errichtet. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen.
Auf den Betriebsflächen des Bodensee-Airports wird eine Ringverkabelung errichtet. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. (Bild: picture alliance/dpa | Felix Kästle)

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Friedrichshafen (pr/le) – Zur Erhöhung der Betriebssicherheit und zur weiteren Entwicklung des Standortes wurde letzte Woche am Flughafen mit einem geförderten Bauvorhaben begonnen. Auf den Betriebsflächen wird eine Ringverkabelung errichtet.

Systemsicherheit wird erhöht

Ziel der Maßnahme ist es, dass alle technischen Einrichtungen auf dem Flughafengelände über die Ringverkabelung angebunden werden können. Dadurch wird die Verfügbarkeit der technischen Einrichtungen deutlich verbessert und Ausfälle von einzelnen Systemen, durch die redundante Anbindung, verhindert. Durch die Ringverkabelung wird auch die Systemsicherheit auf das maximale erhöht.

Bauarbeiten bei laufendem Betrieb

Im Rahmen der Bauarbeiten wird in einem ersten Schritt ein Ring aus Leerrohren auf dem Flughafengelände verlegt und in einem zweiten Schritt eine Glasfaserleitung in diesen Leerrohren installiert, so dass die Systeme auf den Betriebsflächen zentral gesteuert werden können. Sollte im Ring eine Verbindung unterbrochen werden, funktionieren weiterhin alle Systeme, da diese von zwei Richtungen angebunden sind.

„Für den Start dieser Baumaßnahme waren umfangreiche Vorplanungen notwendig, da die Bauarbeiten bei laufendem Flugbetrieb erfolgen sollen und müssen. Nach der Fertigstellung des Rings aus Leerrohren, die für den Spätsommer vorgesehen ist, werden wir über die danach erfolgende Verkabelung durch moderne Glasfasertechnologie die Anbindung aller betriebsnotwendigen Systeme deutlich verbessern.“, so Claus-Dieter Wehr, Geschäftsführer des Bodensee-Airports Friedrichshafen.

Gefördert wird der erste Schritt des Projektes durch das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg in Höhe von 865.794,38 Euro.

Die Mittel stammen aus dem baden-württembergischen Staatshaushalt zur Projektförderung für sicherheitsrelevante Investitionen. Die Ausführung erfolgt in Zusammenarbeit mit der IBS Luftfahrt und Service GmbH, welche am Flughafen Friedrichshafen ansässig ist, dem Planungsbüro Aßfalg, Gaspard und Partner Ingenieurgesellschaft mbH aus Bad Waldsee und dem Bauunternehmen STRABAG AG.