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Innenstadt im Wandel Stadtmarketing in Biberach: 16 Leerstände neu genutzt

Das Stadtmarketing in Biberach zieht für die Jahre 2020 bis 2026 Bilanz. Besonders beim Leerstandsmanagement sieht die Stadt Erfolge: 16 von 22 Flächen werden wieder genutzt.

Lesezeit 3 Minuten
Eine Frau und ein Mann stehen vor einem Schaufenster und zeigen auf ein Plakat des Biberacher Adventskalenders.
Tanja Volk und Ralf Miller freuen sich auf die diesjährige Auflage des Biberacher Adventskalenders. (Bild: Stadt Biberach)

Von 22 Gewerbeflächen, die im Rahmen des Projekts „Biberacher Freiräume – meine Chance“ vorgestellt wurden, haben inzwischen 16 eine Nachnutzung gefunden. Diese Bilanz stellte Tanja Volk vom Stadtmarketing im Hauptausschuss vor. Die Zahlen sind Teil des Stadtmarketingberichts für die Jahre 2020 bis 2026, den der Erste Bürgermeister und Wirtschaftsförderer Ralf Miller präsentierte.

Der Bericht gibt einen Überblick über die Entwicklung des Stadtmarketings, seine organisatorische Neuausrichtung und die bisherigen Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt.

Stadtmarketing seit 2020 neu organisiert

Seit 2020 ist das Stadtmarketing dem Amt für Liegenschaften und Wirtschaftsförderung zugeordnet. Zuvor gehörte es zum Kulturdezernat. Nach Einschätzung der Stadtverwaltung hat sich diese Neuordnung bewährt, da wirtschaftliche Themen der Innenstadtentwicklung enger miteinander verknüpft und gemeinsam bearbeitet werden können.

Dazu zählen der Einzelhandel und die Gastronomie, das Leerstandsmanagement, die Vernetzung örtlicher Akteure, die Digitalisierung sowie die Attraktivität und Wahrnehmung der Innenstadt.

Grundlage der organisatorischen Neuausrichtung war das 2020 entwickelte Stadtmarketingkonzept. Gemeinsam mit der 2023 vom Gemeinderat verabschiedeten Innenstadtstudie bildet es weiterhin den Rahmen für die Arbeit.

„Die Hauptaufgabe des Stadtmarketings besteht darin, die Kommune als attraktiven, lebendigen und wettbewerbsfähigen Ort zu präsentieren“, erklärte Miller im Hauptausschuss. Dafür seien die Zusammenarbeit und der regelmäßige Austausch mit verschiedenen Interessengruppen entscheidend.

„Stadtmarketing ist eine freiwillige Aufgabe, aber eine, die im Städtewettbewerb essenziell ist.“

Drei Schwerpunkte für die Innenstadt

Aus der Innenstadtstudie und dem Bürgerdialog „Platz für alle“ aus dem Jahr 2022 haben sich drei zentrale Handlungsfelder ergeben: Frequenz und Attraktivität, Aufenthaltsqualität sowie Leerstandsmanagement.

Um mehr Menschen in die Innenstadt zu bringen und deren Attraktivität zu stärken, setzt das Stadtmarketing auf unterschiedliche Maßnahmen. Dazu gehören regelmäßige Austauschformate wie der Arbeitskreis Citymarketing und Innenstadtrundgänge sowie Angebote wie die Erlebnistour und der Adventskalender. Hinzu kommen Werbung, Maßnahmen zur besseren Sichtbarkeit und Qualifizierungsangebote.

Eine wichtige Rolle spielen zudem die Märkte, die Miller als „dauerhaft wichtige Frequenzbringer“ bezeichnete. Auch Veranstaltungen der Werbegemeinschaft wie die Lange Einkaufsnacht, der Musikfrühling und die Sommerlounge tragen nach Einschätzung der Verwaltung zur Belebung der Innenstadt bei.

„Die Veranstaltungen sind das Salz in der Suppe. Ohne sie wäre das Stadtmarketing nicht so erfolgreich“, sagte Miller.

Marktplatz aufgewertet und Leerstände neu genutzt

Auch die Aufenthaltsqualität wurde in den vergangenen Jahren verbessert. Als konkretes Beispiel nannte Miller die Umgestaltung des östlichen Marktplatzes im Jahr 2024. Dort wurden Pflanzkübel und zusätzliche Sitzmöglichkeiten aufgestellt.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Leerstandsmanagement. Mit dem Projekt „Biberacher Freiräume – meine Chance“ sollen freie Gewerbeflächen sichtbarer gemacht und neue Nutzer gefunden werden.

Seit November 2023 fanden vier Aktionstage statt, bei denen Interessierte leer stehende Gewerbeflächen kennenlernen und besichtigen konnten. Darüber hinaus wird das Konzept ganzjährig fortgeführt. Das Stadtmarketing steht dazu regelmäßig mit Eigentümern und potenziellen Nutzern in Kontakt.

Von den insgesamt 22 im Rahmen des Projekts vorgestellten Flächen wurden mittlerweile 16 einer neuen Nutzung zugeführt. Miller sprach angesichts dieser Entwicklung von einer „sehr guten Erfolgsbilanz“.

Stadtverwaltung blickt optimistisch nach vorn

Zum Abschluss seiner Präsentation betonte Miller, dass eine attraktive Innenstadt auch künftig kontinuierliche Arbeit erfordere. Die positive Entwicklung sei kein Selbstläufer.

Dennoch zeigte sich der Erste Bürgermeister zuversichtlich: „Aber wir stehen vor einer guten Zukunft.“

(Quelle: Stadt Biberach)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
29.10.2026, 16:55 Uhr

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