Zum Inhalt springen
Werbemöglichkeiten
Stellenmarkt

Gemeinsam Verantwortung übernehmen Pizza-Mobil bringt Schüler in Biberach zusammen

Ein neuer Pizzaanhänger verbindet die Schwarzbach-Schule und die Gebhard-Müller-Schule. Das inklusive Projekt ermöglicht Jugendlichen praktische Erfahrungen im Berufsalltag.

Lesezeit 2 Minuten
Sechs Personen stehen vor einem Pizzaanhänger, während fünf weitere Personen im Inneren Pizzen zubereiten.
Freude über das neue Pizza-Mobil: Vertreter der beiden Schulen und des Fördervereins feiern gemeinsam mit Landrat Mario Glaser (Mitte) die Einweihung des inklusiven Projekts. Im Anhänger bereiten Schüler und Lehrkräfte frische Pizzen zu. (Bild: Landratsamt Biberach)

Mit einem neuen Pizzaanhänger starten die Schwarzbach-Schule und die Gebhard-Müller-Schule ein inklusives Kooperationsprojekt. Die Jugendlichen übernehmen dabei Aufgaben vom Einkauf bis zum Verkauf.

Bei der Einweihung des rund 20.000 Euro teuren Pizza-Mobils kamen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie zahlreiche Sponsoren und Förderer zusammen. Auch Landrat Mario Glaser war vor Ort und probierte die erste Pizza. Das Projekt soll jungen Menschen praktische Erfahrungen ermöglichen und die Zusammenarbeit beider Schulen stärken.

Gemeinsam lernen und Verantwortung übernehmen

Das Pizza-Mobil ist ein Kooperationsprojekt der Schwarzbach-Schule, einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, und der benachbarten Gebhard-Müller-Schule, einer kaufmännischen beruflichen Schule mit integriertem Wirtschaftsgymnasium.

Künftig arbeiten Jugendliche beider Schulen in gemischten Teams. Sie kaufen Lebensmittel ein, bereiten Pizzen zu und organisieren den Verkauf. Auch Hygienevorschriften, Abrechnung und Kassenführung gehören zu ihren Aufgaben.

Schulleiter Roland Meer begrüßt das Projekt und dankte den Sponsoren sowie dem Förderverein für die Unterstützung.

„Unsere Schülerinnen und Schüler erleben hier unmittelbar, dass ihr eigenes Handeln Wirkung zeigt“, erklärte Carolin Baur, Vorsitzende des Fördervereins der Schwarzbach-Schule. Das Projekt fördere Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Kommunikation und wirtschaftliches Denken.

Inklusion und berufliche Orientierung verbinden

Die Jugendlichen der Gebhard-Müller-Schule unterstützen ihre Mitschüler bei betriebswirtschaftlichen Aufgaben und wenden dabei ihr kaufmännisches Wissen praktisch an. So profitieren beide Schulen von der Zusammenarbeit.

Landrat Mario Glaser würdigte das Projekt bei der Einweihung. Es ermögliche jungen Menschen mit Behinderung, an realen Arbeitsprozessen teilzunehmen und Verantwortung zu übernehmen. „Hier wird berufliche Orientierung nicht simuliert, sondern erlebt“, betonte er.

Pizza-Mobil soll künftig auch Catering anbieten

Zunächst kommt der Anhänger bei Schulveranstaltungen beider Schulen zum Einsatz. Später soll das Angebot auf Catering für außerschulische Veranstaltungen ausgeweitet werden.

Die Gesamtkosten von rund 20.000 Euro wurden durch Spenden und einen Vorschuss des Fördervereins finanziert. Zu den Unterstützern gehören unter anderem Böhringer-Ingelheim, CTeam, Red Blue Swabia1846, die Kreissparkasse Biberach, Südpack, das Medienhaus Weber, Netze BW und Round Table 75 Biberach.

Auch die Gewinne dienen einem guten Zweck: Jeweils 25 Prozent fließen an die Partnerschulen der beiden Einrichtungen in Afrika und Indien. Weitere 25 Prozent erhält der Förderverein für den Unterhalt des Anhängers, die übrigen 25 Prozent dienen der Schuldentilgung. Sobald der Anhänger abbezahlt ist, wird der Gewinn gedrittelt.

(Quelle: Landratsamt Biberach)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
03.11.2026, 15:23 Uhr

Mehr zum Thema und aus der Region Biberach