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Auszeichnungen und Abschied Biberacher Filmfestspiele 2026: Die Gewinner stehen fest

Die Biberacher Filmfestspiele 2026 sind mit der Verleihung von acht Filmpreisen zu Ende gegangen. Auch Schauspielerin Adele Neuhauser erhielt eine besondere Auszeichnung.

Lesezeit 3 Minuten
Zwei Frauen und ein Mann stehen mit Filmklappen auf der Bühne der Biberacher Filmfestspiele vor Publikum.
Drei Beteiligte der Biberacher Filmfestspiele stehen bei der Abschlussgala auf der Bühne und präsentieren Filmklappen. Bei der Preisverleihung wurden die Gewinner des Festivals 2026 ausgezeichnet. (Bild: Biberacher Filmfestspiele e.V.)

Mit der Verleihung von acht Filmpreisen sind die 48. Biberacher Filmfestspiele am Sonntagabend, 1. November, zu Ende gegangen. Bei der Abschlussgala in der Stadthalle Biberach wurde auch Schauspielerin Adele Neuhauser mit dem Ehren-Biber ausgezeichnet.

Knapp 70 Filme standen in diesem Jahr im Wettbewerb. Fach-, Publikums- und Jugendjurys entschieden über die Preisträger in acht Kategorien. Die Jurys sichteten noch bis zum Vorabend der Gala Filme, bevor die Gewinner bekannt gegeben wurden.

Diese Filme haben die Biberacher Filmfestspiele gewonnen

Der Goldene Biber für den besten Spielfilm ging an „Zoey & Ben“ von Alexander Conrads. Die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stadt Biberach vergeben. Auch in den weiteren Kategorien wurden Preise verliehen.

Die Preisträger der Biberacher Filmfestspiele 2026 im Überblick:

  • Goldener Biber: „Zoey & Ben“ von Alexander Conrads – bester Spielfilm, dotiert mit 8.000 Euro von der Stadt Biberach.
  • Debüt-Biber: „Lord“ von Caren Wuhrer – dotiert mit 3.000 Euro vom Landkreis Biberach.
  • Doku-Biber: „Die Heilung – Eine Geschichte vom Weitermachen“ von Marcus Richardt und Lillian Rosa – dotiert mit 3.000 Euro von Liebherr.
  • Fernseh-Biber: „Der unsichtbare Zeuge“ von Alexander Dierbach – dotiert mit 3.000 Euro vom Autohaus Rapp.
  • Mittellange-Filme-Biber: „Frutti di Mare“ von David Lapuch – dotiert mit 3.000 Euro von der BKK VerbundPlus.
  • Kurzfilm-Biber: „Dosenmutter“ von Alexander Peskador – dotiert mit 2.000 Euro von der IHK Ulm.
  • Publikums-Biber: „Der unsichtbare Zeuge“ von Alexander Dierbach – dotiert mit 2.000 Euro von der Werbegemeinschaft Biberach.
  • Jugend-Biber: „Gropiusstadt – Supernova“ von Ben Voit – dotiert mit 3.000 Euro von der Kreissparkasse Biberach.

Damit erhielt „Der unsichtbare Zeuge“ von Alexander Dierbach gleich zwei Auszeichnungen: den Fernseh-Biber und den Publikums-Biber.

Adele Neuhauser erhält den Ehren-Biber

Eine besondere Auszeichnung ging an Schauspielerin Adele Neuhauser. Sie wurde während der Abschlussgala mit dem Ehren-Biber gewürdigt.

Neben Neuhauser waren zahlreiche weitere bekannte Filmschaffende in Biberach zu Gast. Dazu gehörten Maria Furtwängler, Julia Jentsch, Philipp Hochmair, Andreas Pietschmann, Helena Hufnagel, Felix Hassenfratz, Julia Koch, Bardo Böhlefeld, Rafael Stachowiak, Julius Feldmeier und Andreas Prochaska.

Filmgespräche, Veranstaltungen und persönliche Begegnungen boten dem Publikum Gelegenheit, mit den Filmschaffenden über ihre Arbeiten zu sprechen.

Viele Vorstellungen waren ausverkauft

Bereits die Eröffnung der 48. Biberacher Filmfestspiele war ausverkauft. Rund 800 Gäste besuchten in der Stadthalle die Vorführung von „Lieblingsmenschen“ der Regisseurin Helena Hufnagel.

Auch während der weiteren Festivaltage war die Nachfrage groß. Nach Angaben der Veranstalter waren zahlreiche Filmvorführungen bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Das Programm wurde vom künstlerischen Leiter Douglas Wolfsperger zusammengestellt und umfasste knapp 70 Filme. Neben Arbeiten etablierter Filmschaffender waren auch neue filmische Handschriften vertreten. Inhaltlich reichten die Beiträge von persönlichen Geschichten bis zu gesellschaftlichen Fragestellungen.

Erweitertes Rahmenprogramm mit Talks und Ausstellung

Neben den Filmvorführungen boten die Biberacher Filmfestspiele 2026 ein erweitertes Rahmenprogramm, das nach Angaben der Veranstalter ebenfalls auf großes Interesse stieß.

Zu den Angeboten gehörte eine gemeinsam mit der Hochschule realisierte Ausstellung. Darüber hinaus standen mehrere Gesprächsveranstaltungen auf dem Programm.

Cornelia Ackers und Roland Zag beschäftigten sich in einem Talk mit dem Thema Drehbuch. Sebastian Selg und Roman Schneider gaben Einblicke in NEOSHIN.

Ein weiterer Branchentalk mit Prof. Dr. Jörg Eisele widmete sich dem Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und Strafrecht. Ergänzt wurde das Programm unter anderem durch eine Lesung zur Romanvorlage „Wenn das Licht gefriert“.

Künstlerischer Leiter Douglas Wolfsperger verabschiedet sich

Mit dem Ende der diesjährigen Filmfestspiele steht auch ein Wechsel in der künstlerischen Leitung bevor. Der Vertrag von Douglas Wolfsperger endet nach drei Jahren vereinbarungsgemäß am 31. Dezember 2026.

Der Trägerverein verabschiedet den bisherigen künstlerischen Leiter und bedankt sich für die Zusammenarbeit. Wolfsperger hatte das Programm der Filmfestspiele in den vergangenen drei Jahren gestaltet und geprägt.

Mit dem bevorstehenden Abschied beginnt für das Festival ein neuer Abschnitt. Der Verein blickt auf die nächste Ausgabe der Biberacher Filmfestspiele und kündigt neue künstlerische Impulse an.

(Quelle: Biberacher Filmfestspiele e.V.)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
02.11.2026, 08:40 Uhr

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