Medizin verständlich erklärt Arthrose an Hüfte und Knie: Vortrag in Biberach
Wann hilft bei Arthrose ein künstliches Gelenk? Ein kostenloser Vortrag am 12. November im Sana Klinikum Biberach informiert über Behandlungsmöglichkeiten bei Hüft- und Kniearthrose.

Autor
Schmerzen beim Gehen, Schwierigkeiten beim Treppensteigen oder Beschwerden nach längerem Sitzen können Anzeichen einer Arthrose sein. Welche Behandlungsmöglichkeiten es bei einem Verschleiß der Hüft- und Kniegelenke gibt und wann ein künstlicher Gelenkersatz sinnvoll sein kann, erläutert Dr. Dirk Wernerus am Donnerstag, 12. November 2026, im Sana Klinikum Landkreis Biberach. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr.
Im Rahmen des Sana-Gesundheitsforums informiert der Sektionsleiter Orthopädie und Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung über Ursachen, Verlauf und Therapie der Gelenkerkrankung. Dabei geht es sowohl um konservative Behandlungsmethoden als auch um moderne Verfahren des künstlichen Gelenkersatzes.
Arthrose: Wenn alltägliche Bewegungen schmerzen
Bei einer Arthrose verschleißt der Gelenkknorpel, der normalerweise als schützende Gleitschicht zwischen den Knochen dient. Besonders häufig sind die stark beanspruchten Hüft- und Kniegelenke betroffen.
Anfangs macht sich die Erkrankung häufig durch Schmerzen bei Belastung oder sogenannte Anlaufschmerzen bemerkbar. Im weiteren Verlauf können anhaltende Beschwerden und zunehmende Bewegungseinschränkungen hinzukommen. Selbst alltägliche Tätigkeiten wie Gehen oder Treppensteigen können dadurch zur Belastung werden.
Nicht jede Arthrose muss operiert werden. Je nach Krankheitsstadium und individuellen Beschwerden kommen zunächst konservative Behandlungsmöglichkeiten infrage. Dazu gehören Bewegung, Physiotherapie, eine Anpassung der körperlichen Belastung sowie eine medikamentöse Schmerztherapie.
Bringen diese Maßnahmen keine ausreichende Linderung mehr und ist die Lebensqualität eingeschränkt, kann ein künstlicher Gelenkersatz sinnvoll sein.
Wann ist ein künstliches Gelenk notwendig?
Bei der Entscheidung über die geeignete Behandlung spielen neben dem Zustand des Gelenks auch die persönlichen Beschwerden und Einschränkungen eine wichtige Rolle.
„Entscheidend ist nicht allein, was auf einem Röntgenbild zu sehen ist. Für die Wahl der richtigen Therapie berücksichtigen wir immer auch die persönliche Situation des Patienten sowie die individuellen Beschwerden und Einschränkungen im Alltag“, erklärt Dr. Wernerus. „Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Patienten die für ihn passende Behandlung zu finden.“
Beim künstlichen Gelenkersatz werden geschädigte Gelenkanteile durch Implantate ersetzt. Insbesondere bei fortgeschrittener Arthrose an Hüfte und Knie zählt die Endoprothetik zu den etablierten operativen Behandlungsmethoden.
Moderne Implantate und Operationstechniken ermöglichen eine individuell abgestimmte Versorgung. Für den Behandlungserfolg sind neben der sorgfältigen Entscheidung für einen Eingriff und dessen Planung auch standardisierte Behandlungsabläufe sowie eine strukturierte Nachbehandlung wichtig.
Im Vortrag erklärt Dr. Wernerus, welche Faktoren die Entstehung einer Arthrose begünstigen, welche Möglichkeiten der Gelenkersatz bietet und was Patienten vor und nach einer Operation erwartet.
Endoprothetikzentrum seit Sommer 2026 neu zertifiziert
Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am Sana Klinikum Biberach steht unter der chefärztlichen Leitung von Dr. Christoph Riepl. Ein Schwerpunkt ist die Versorgung mit künstlichen Gelenken.
Seit Juli 2026 leitet Dr. Dirk Wernerus die neu geschaffene Sektion Orthopädie sowie das Endoprothetikzentrum. Dieses erhielt im Sommer 2026 erstmals die Zertifizierung als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) nach dem bundesweit etablierten EndoCert-Verfahren. Bereits seit 2019 war die Einrichtung als Endoprothetikzentrum zertifiziert.
Das Behandlungsspektrum umfasst den erstmaligen Einsatz künstlicher Gelenke, komplexe Wechseloperationen sowie die Versorgung von Knochenbrüchen im Bereich bereits eingesetzter Implantate. Im Jahr 2025 führten die am Zentrum beteiligten Operateure mehr als 1.300 Eingriffe durch.
Das Sana Klinikum ist Zentralkrankenhaus für den Landkreis Biberach und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm. Es bietet medizinische Versorgung von der Geburt bis zur Altersmedizin.
Kostenloser Vortrag: Anmeldung bis 11. November
Das Sana-Gesundheitsforum richtet sich an Patienten, Menschen mit akuten oder chronischen Erkrankungen, Angehörige und weitere Gesundheitsinteressierte. Die regelmäßig stattfindenden Vorträge behandeln medizinische Themen, Krankheitsbilder, Präventionsmaßnahmen sowie Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Im Anschluss besteht Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich auszutauschen.
Der Vortrag „Arthrose an Hüft- und Kniegelenk“ findet am Donnerstag, 12. November 2026, um 18 Uhr im Veranstaltungsraum 1 im Erdgeschoss des Sana Klinikums Landkreis Biberach, Marie-Curie-Straße 4, 88400 Biberach, statt.
Der Eintritt ist frei, die Teilnehmerzahl jedoch begrenzt. Eine Anmeldung ist bis Mittwoch, 11. November 2026, möglich, bevorzugt per E-Mail an [email protected] oder telefonisch von Montag bis Freitag unter 07351 55-9000.
Weitere Informationen gibt es unter www.sana.de/biberach.
(Quelle: Sana Klinikum Landkreis Biberach)
Schlagwörter
WOCHENBLATT bei Google bevorzugen
Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 28.10.2026, 10:22 Uhr





