AltersTraumaZentrum am Biberacher Klinikum erfolgreich rezertifiziert

AltersTraumaZentrum am Biberacher Klinikum erfolgreich rezertifiziert
Gerold Sigg, doctor-medic Martha Erni, Dr. Melanie Renn und Dr. Ali Akbayir (v.l.n.r.) freuen sich gemeinsam über die erneute Re-Zertifizierung des AltersTraumaZentrums am Biberacher Klinikum. (Bild: Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH)

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Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am Sana Klinikum Landkreis Biberach verfügt über eine spezialisierte und zertifizierte Expertise in der Versorgung betagter Traumapatienten. Diese wurde von der Deutschen Gesellschaft für Unfallheilkunde (DGU) nun erneut bestätigt: Nach der initialen Zertifizierung im Jahr 2015 wurde das Klinikum jüngst zum dritten Mal in Folge erfolgreich als AltersTraumaZentrum (ATZ) rezertifiziert.

Die demografische Entwicklung in Deutschland zeigt einen stetigen Anstieg des Anteils älterer Menschen in der Bevölkerung. Mit diesem Wandel steigt auch der Bedarf an einer altersgerechten medizinischen Versorgung – insbesondere im Bereich der Unfallchirurgie.

„Betagte Menschen sind in der Fortbewegung zunehmend unsicher, ihre Muskelmasse und ihre Sehkraft nehmen ab, während die Knochensubstanz brüchiger wird“, erläutert Dr. Ali Akbayir, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie. Deshalb steigt mit dem Alter die Anzahl an Verletzungen und Frakturen signifikant an, was das Risiko bleibender Bewegungseinschränkungen erhöht und eine selbständige Lebensführung einschränken oder im schlimmsten Falle unmöglich machen kann.

„Zusätzlich leiden ältere Unfallpatienten oftmals an Begleiterkrankungen, die eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Gesundheitszustandes erfordern“, führt Diplom-Psychologe Gerold Sigg, Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie, weiter fort. Daher ist es wichtig, dass betagte Patienten nach einem Unfall fachbereichsübergreifend versorgt werden.

Hierfür arbeiten im Biberacher Klinikum Unfallchirurgen, Geriater, Internisten, speziell ausgebildete Pflegekräfte, Mitarbeitende der Sozial- und Pflegeberatung sowie Logopäden, Ergo- und Physiotherapeuten besonders eng zusammen. „Unser Ziel und unser Anspruch ist es, unseren Patientinnen und Patienten eine hochwertige und maßgeschneiderte Versorgung zu gewährleisten, die nicht mit der Behandlung des eigentlichen Traumas endet“, so Akbayir.

Dass dieses Konzept am Biberacher Zentralkrankenhaus erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden konnte, zeigt die zwischenzeitlich dritte Re-Zertifizierung des hiesigen AltersTraumaZentrums. Einheitliche Abläufe, Prozesse und Strukturen sowie besondere Anforderungen an die Qualifizierung der Mitarbeitenden schaffen und ermöglichen dabei Standards, die die Sicherheit in der Versorgung sowie die Behandlungsqualität weiter erhöhen und für Patienten und Angehörige eine wichtige Orientierungshilfe bei der Wahl der passenden Klinik bieten.

Für die Patienten bedeutet dies gleichzeitig eine noch gezieltere Versorgung und damit schlussendlich mehr Lebensqualität. „Wir stellen den älteren Menschen mit seiner individuellen Krankengeschichte in den Mittelpunkt. Der Erhalt und die Förderung von Mobilität und Selbstständigkeit ist dabei das Kernziel unserer täglichen Arbeit“, fassen Gerold Sigg und Dr. Ali Akbayir zusammen.

Dies ist nur durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie die kurzen Wege und optimalen Strukturen im Zentralklinikum möglich: „Die erneute Zertifizierung spiegelt die wichtige Funktion unseres Zentrums in der unfallchirurgisch-geriatrischen Behandlung von älteren Menschen im Landkreis und darüber hinaus wider. Möglich macht dies das großartige Engagement und die Expertise unserer Kolleginnen und Kollegen. Wir möchten uns an der Stelle von Herzen bei allen Beteiligten, allen voran unseren Oberärztinnen Frau Dr. Melanie Renn und Frau doctor-medic Martha Erni, bedanken.“

(Pressemitteilung: Sana Kliniken Landkreis Biberach GmbH)