Nach gut einem Jahr Bauzeit ist der neue Multifunktionsraum der Kulturhalle Abdera fertiggestellt. Der Betreiberverein Lilienthal will ihn vielseitig nutzen und auch vermieten – etwa für Sitzungen, Geburtstage, Workshops, Vorträge, Proben oder Ausstellungen. Mit einer kleinen Feier wurde „Die Werkstatt“ jetzt offiziell eröffnet.
Jubiläumsjahr endet mit neuem Raum
Das Jahr 2025 ist für das Abdera ein besonderes: Die Kulturhalle in der Breslaustraße feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Auf eine Jubiläumsparty im Januar folgte im Oktober die Würdigung beim Biberacher Bürgertag. Den passenden Schlusspunkt des Jubiläumsjahres setzt nun die Fertigstellung des neuen Multifunktionsraums.
Im Dezember 2023 hatte der Gemeinderat beschlossen, die an das Abdera angrenzende Garage umzubauen und durch einen Anbau zu erweitern. Die vom Verein Lilienthal erarbeitete Konzeption sah vor, aus der früher von „Jugend Aktiv“ genutzten Werkstatt einen eigenständigen Veranstaltungsraum zu schaffen. Ergänzt wurde das Projekt durch einen Anbau mit Windfang, Sanitärräumen und ein neues Stuhllager. Das bisherige Lager auf dem benachbarten Behördenparkplatz muss aufgrund des geplanten Baus der neuen Energiezentrale weichen.
250.000 Euro und viel Herzblut
Für den Aus- und Anbau waren rund 250.000 Euro veranschlagt. Der Gemeinderat stimmte zu – auch dank der zugesicherten Eigenleistungen des Vereins. Baubürgermeister Simon Menth bezeichnete den neuen Raum bei der Eröffnung als „eine Art Geburtstagsgeschenk der Stadt“.
„Man sieht, welche Bedeutung das Abdera und der Verein Lilienthal haben. Das Abdera ist ein wichtiger Baustein für die Kulturszene in Biberach“, sagte Menth. Der Verein zeichne sich durch Vielfalt aus. Das Motto der Vorsitzenden Jennifer Gashi vom Bürgertag – „Wir machen alles, worauf die Mitglieder Bock haben“ – passe auch zur neuen Werkstatt. „Eine Werkstatt ist ein kreativer Ort, an dem man Dinge ausprobieren kann“, so Menth, der die große Eigenleistung und das Herzblut der Vereinsmitglieder lobte.
Planung mit Herausforderungen
Geplant wurde der Umbau von den Biberacher Architekten Kull und Woitun, die bereits Ende der 1990er-Jahre die Umnutzung der einstigen Lagerhalle zum Abdera begleitet hatten. Rainer Woitun berichtete, man habe zunächst gedacht, das Projekt sei klein. „Wir haben schnell festgestellt, dass dem nicht so ist.“
Der knappe Platz habe viele Detailfragen aufgeworfen, und nahezu alle Gewerke seien benötigt worden – ähnlich wie beim Bau eines Einfamilienhauses. Dies habe teils zu Herausforderungen geführt, da viele Firmen ausgelastet waren. Dennoch zieht Woitun ein positives Fazit: „Wir hatten ein tolles Miteinander und am Ende ist etwas Gutes herausgekommen.“
Ein Raum, der stärkt
Zum Abschluss bedankte sich Jennifer Gashi im Namen des Vereins bei allen Mitwirkenden. Aus einer alten Werkstatt sei ein neuer, lebendiger Raum entstanden. „Ein Raum, der das Abdera weiter stärken wird.“
(Quelle: Stadt Biberach)