Am frühen Sonntagmorgen kam es im Pfändertunnel auf der A14 zu einem schweren Verkehrsunfall, wobei sich ein Auto überschlug. Mehrere Erwachsene und zwei Kinder wurden verletzt. Der Unfallverursacher stand vermutlich unter Drogen.
Eine 43-jährige serbische Staatsangehörige steuerte ihren Pkw auf der Normalspur durch den Pfändertunnel. Im Fahrzeug befanden sich ihr Ehemann sowie zwei Kinder im Alter von sieben und zehn Jahren.
Zur selben Zeit lenkte laut Polizei ein Deutscher seinen Pkw mit zwei Mitfahrern mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Überholspur in Richtung Deutschland. Während des Überholvorgangs geriet er aus unklarer Ursache auf die Normalspur und kollidierte mit dem Heck des vorausfahrenden PKWs der Familie.
Fahrzeug überschlug sich nach Aufprall
Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieser Pkw auf die Überholspur geschleudert, prallte gegen das linksseitige Schrammboard des Tunnels, überschlug sich und kam schließlich auf dem Dach auf der Normalspur zum Liegen. Der Unfallverursacher kam auf der Überholspur zum Stillstand.
Die vier Insassen des überschlagenen Pkw (die Eltern sowie die zwei Kinder) konnten sich selbstständig aus dem verunfallten Fahrzeug befreien.
Unfallverursacher hatte Drogen im Blut
Die Mutter, der Vater und die beiden Kinder sowie der mutmaßliche Unfallverursacher erlitten bei dem Unfall Verletzungen unbestimmten Grades. Sie wurden in die Krankenhäuser Bregenz und Dornbirn eingeliefert.
Ein mit der Lenkerin des überschlagenen Pkw durchgeführter Alkomattest verlief mit 0,00 mg/l negativ. Der beim deutschen Unfallverursacher durchgeführte Alkomattest ergab einen Wert von 0,16 mg/l. Im Rahmen einer anschließenden Fahrtauglichkeitsuntersuchung wurde bei ihm aufgrund von vorangegangenem THC-Konsum die Fahruntauglichkeit festgestellt, heißt es seitens der Polizei. Dem Mann wurde der Führerschein an Ort und Stelle vorläufig abgenommen.
Viele Rettungskräfte vor Ort
Für die Dauer der Rettungsarbeiten, der polizeilichen Unfallaufnahme sowie der erforderlichen Aufräum- und Bergungsarbeiten war der Pfändertunnel im Zeitraum von 05:06 Uhr bis 07:30 Uhr in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Vor Ort war ein Großaufgebot an Rettungskräften.
(Text: PM LPD Vorarlberg)