Den Waffen einer Frau können nicht mal Hunde widerstehen. Eine Polizeistreife aus Ulm hatte in der Nacht zum Montag einen nicht alltäglichen, aber auf alle Fälle tierischen Einsatz. Vier freilaufende Hunde waren unterwegs und wollten in einem Stadtteil von Ulm einfach etwas Spaß.
Verkehrsteilnehmer meldeten der Polizei kurz nach Mitternacht vier freilaufende Hunde auf der Straße zwischen den Stadtteilen Ermingen und Harthausen. Eine Polizeistreife rückte sofort an und konnte in der Dunkelheit ein Rudel von vier Hunden entdecken. Die ursprünglich aus den Pyrenäen stammenden Vierbeiner hatten sich laut einer Mitteilung nicht verlaufen, sondern waren in der Nacht aus einem Ulmer Stadtteil ausgebüxt.
Spaß im Quartett – allerdings ohne die Polizei
So ein bisschen unverhoffte Freiheit muss ausgenutzt werden und der Spaß sollte dabei nicht zu kurz kommen. Rumtollen war oberste Pflicht, wenn es auch mitten auf der Straße war.
Die Polizei hatte die Aufgabe, das Rudel wieder einzufangen. Leider war wohl das Vertrauen zu den Ordnungshütern nicht sonderlich groß, denn die Vierbeiner suchten bei Sichtung der Beamten das Weite und liefen in den angrenzenden Wald. Wer will schon mit einer Polizeieskorte nach Hause gebracht werden – und das auch noch in tiefster Nacht.
Strategie ging auf
Gegen 6.30 Uhr in der Früh fiel das Rudel erneut mehreren Verkehrsteilnehmern im Kurt-Schuhmacher-Ring/Höhe der Harthauser Straße auf. Die Polizei hatte Zeit genug, sich eine passende Strategie auszudenken.
Eine gutgelaunte Polizistin bewaffnete sich mit Leckerlis und lockte so die Hundebande an. Von Furcht war bei den Vierbeinern nichts mehr zu spüren und welcher Hund kann schon bei Leckerlis standhaft bleiben. Die Außreißer ließen sich durch den simplen Trick beisammenhalten und konnten im Anschluss wohlbehalten dem Tierbesitzer übergeben werden.
Glücklicherweise kam es zu keiner Zeit zu einer Gefährdung der Verkehrsteilnehmer und die Hunde haben den Ausflug offenbar ebenfalls unbeschadet überstanden. Manchmal stimmt es halt doch, dass die Polizei dein Freund und Helfer ist.
Der preußische Innenminister Grzesinski (1879-1947) gebrauchte den Spruch erstmals im Jahr 1926. Er wurde zum Motto einer internationalen Polizeiausstellung („Die Polizei, dein Freund und Helfer – Bitte treten Sie näher“).
(Quelle: Polizeipräsidium Ulm)