Jahr für Jahr ziehen furchteinflößende Klausen durch Allgäuer Dörfer, so auch in Altusried. Hier kam es am 6. Dezember während einer Veranstaltung zu einem größeren Polizeieinsatz. Ein unbekannter Täter zog bei einem Streit plötzlich ein Messer.
Wie es von der Polizei heißt, kam es gegen 21:50 Uhr im Ortskern von Altusried zu einem verbalen Streit zwischen einem unbekannten Täter und einem 15-jährigen Geschädigten. Beide Beteiligte waren Besucher des Klausentreibens. Im Rahmen des Streites zog der Unbekannte dann unvermittelt ein verbotenes Messer und bedrohte damit den 15-Jährigen. Der ergriff daraufhin die Flucht, wodurch wohl eine weitere Eskalation vermieden wurde, so die Polizei.
Großes Polizeiaufgebot
Es folgte anschließend ein größerer Polizeieinsatz, wobei eine Vielzahl an Polizeikräften in Altusried mit Fahndungsmaßnahmen gebunden waren. Der unbekannte Täter soll
- zwischen 14 und 16 Jahre alt sein
- ca. 180 cm groß
- komplett schwarz gekleidet und mit schwarzer Bauchtasche.
Weiter wurde er mit einer schwarzen Wintermütze, lockigem Haar und einem Oberlippenbart beschrieben.
Polizei sucht Zeugen
Die Polizei Kempten bittet nun Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Täter geben können oder sonstige Beobachtungen an der Örtlichkeit gemacht haben, sich bei der Polizeiinspektion Kempten unter der Telefonnummer 0831/9909-2140 zu melden.
Das Klausentreiben ist ein alter alpenländischer Brauch, vor allem im Allgäu, bei dem verkleidete, furchteinflößende Gestalten (Klausen) am Nikolausabend mit Fell, Hörnern und großen Schellen durch die Dörfer ziehen, um Lärm zu machen und böse Wintergeister zu vertreiben. (Bayern Tourismus)
(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)