Früh am Morgen war die Kitzrettung Sonthofen e.V. rund um Bolsterlang und Burgberg im Einsatz. Ziel war es, Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren.
Mit einer Drohne und Wärmebildkamera konnten mehrere Jungtiere im hohen Gras entdeckt und rechtzeitig gesichert werden – ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz im Oberallgäu.
Frühzeitige Suche vor dem Mähen
Die Helferinnen und Helfer der Kitzrettung durchkämmten systematisch die Wiesen, bevor die landwirtschaftlichen Mäharbeiten begannen. Rehkitze verstecken sich in den ersten Lebenswochen regungslos im hohen Gras – ein natürlicher Schutzmechanismus, der sie für Maschinen jedoch unsichtbar macht.
Wärmebildtechnik rettet Leben
Dank der Drohne mit Wärmebildkamera konnten die Tiere frühzeitig entdeckt werden. Ihre Positionen wurden markiert, sodass die Landwirte die betreffenden Stellen beim Mähen aussparen oder besonders vorsichtig bearbeiten konnten.

Ehrenamtlicher Einsatz für Tier und Mensch
Der Einsatz der Kitzrettung ist nicht nur ein wertvoller Dienst am Tierwohl – auch die Landwirte profitieren. Durch die enge Zusammenarbeit wird eine möglichst tierschonende Bewirtschaftung ermöglicht, ohne den landwirtschaftlichen Ablauf zu stören.
Wichtig: Rehkitze nicht anfassen
Wer ein vermeintlich verlassenes Rehkitz entdeckt, sollte es nicht anfassen oder mitnehmen. Die Ricke (Rehmutter) ist meist in der Nähe und kehrt regelmäßig zum Säugen zurück. Menschlicher Geruch kann jedoch dazu führen, dass das Tier nicht mehr angenommen wird. In solchen Fällen sollte die Kitzrettung Sonthofen e.V. oder der zuständige Jagdpächter verständigt werden.
Gelebter Tierschutz im Oberallgäu
Auch an diesem Morgen konnten wieder mehrere Kitze erfolgreich gerettet werden. Der Einsatz zeigt, wie sinnvoll Technik und Ehrenamt verbunden werden können – und wie viel Engagement im Tierschutz vor Ort bewirken kann.
(Quelle: Blaulichtreport)