Die Bregenzer Festspiele verzeichnen zur Halbzeit der Saison 2025 eindrucksvolle Besucherzahlen. Mit dem heutigen Spieltag haben bereits rund 116.223 Menschen die Veranstaltungen am Bodensee besucht. Besonders die Handschrift der neuen Intendantin Lilli Paasikivi stößt beim Publikum auf breite Resonanz.
Im Zentrum des Interesses steht in diesem Sommer die imposante Seebühnenproduktion von Carl Maria von Webers „Der Freischütz“. Die aufwendige Inszenierung von Philipp Stölzl, die am 17. Juli ihre Wiederaufnahmepremiere feierte, wird international gefeiert: „Da wird selbst Las Vegas blass vor Neid“, titelte etwa die Los Angeles Times. Mit heutigem Stand haben rund 94.430 Besucher:innen – inklusive Generalprobe und Young People’s Night – die Oper erlebt. Die Seebühne war bisher zu 95 Prozent ausgelastet. Zwei Vorstellungen mussten witterungsbedingt ins Festspielhaus verlegt werden. Noch 13 weitere Aufführungen stehen bis zum 17. August auf dem Spielplan.
Starke Premieren im Festspielhaus und auf den Bühnen der Stadt
Auch das Festspielhaus überzeugte: Am 16. Juli feierte dort George Enescus selten gespielte Oper „Œdipe“ Premiere. Andreas Kriegenburg inszenierte das Werk nuancenreich, musikalisch geleitet von Hannu Lintu. Insgesamt 4.411 Gäste sahen die drei Aufführungen – bei einer Auslastung von 96 Prozent. Besonders gelobt wurden das kraftvolle Spiel des Orchesters, die beeindruckende Leistung des Prager Philharmonischen Chors und die mutige Programmwahl der Intendantin.
Ein besonderes Highlight war zudem die Rückkehr des Burgtheaters nach Bregenz: Am 18. Juli feierte Ferdinand Schmalz’ neues Stück „bumm tschak oder der letzte henker“ im Theater am Kornmarkt Uraufführung. Regie führte Burgtheater-Direktor Stefan Bachmann. Das sprachgewaltige und musikalisch vielseitige Werk erreichte bei drei Aufführungen 1.451 Besucher:innen und eine Auslastung von 75 Prozent.
Tanzkunst aus Finnland begeistert auf der Werkstattbühne
Auf der Werkstattbühne präsentierte die renommierte Tero Saarinen Company eindrucksvolle Tanzabende. Den Anfang machte das atmosphärisch dichte Stück Borrowed Light, das in zwei ausverkauften Vorstellungen die Ästhetik und Spiritualität der Shaker-Bewegung in Bewegung, Licht und Klang übersetzte. Es folgte am 30. und 31. Juli die österreichische Erstaufführung von Study for Life, eine Hommage an die finnische Komponistin Kaija Saariaho. Die Vorstellung begeisterte mit ihrer multidisziplinären Tiefe und emotionalen Wirkung. Insgesamt 1.367 Besucher:innen sahen die vier Vorstellungen – das entspricht einer Auslastung von 88 Prozent.
Ausblick: Opernstudio, Uraufführungen und große Konzerte im August
Auch die zweite Festivalhälfte verspricht Höhepunkte:
Am 12. August bringt das Bregenzer Opernstudio Rossinis komische Oper „La Cenerentola“ auf die Bühne des Theaters am Kornmarkt. Zwei Tage später folgt auf der Werkstattbühne die Uraufführung von „Emily – No Prisoner Be“, einem Auftragswerk der Bregenzer Festspiele. Komponist Kevin Puts, Mezzosopranistin Joyce DiDonato und das Trio Time for Three entwerfen ein musikalisches Porträt der amerikanischen Dichterin Emily Dickinson.
Am 4. August geben die Wiener Symphoniker ihr letztes Orchesterkonzert der Saison, dirigiert von Petr Popelka. Auf dem Programm: Rachmaninows 3. Klavierkonzert und Strauss’ „Also sprach Zarathustra“. Den festlichen Schlusspunkt setzt am 17. August die Sonntagsmatinee des Symphonieorchesters Vorarlberg – gefolgt von der finalen Aufführung von „Der Freischütz“ am Abend.
Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.
(Quelle: bk / Bregenzer Festspiele)