Braunbär in bekanntem Urlaubsort gesichtet

Braunbär in bekanntem Urlaubsort gesichtet
In Lech am Arlberg (Österreich) wurde ein Braunbär gesichtet. (Bild: Landespressestelle/Reviermanagement)

In Lech am Arlberg tappte ein Braunbär in eine Wildkamera. Das Tier stammt vermutlich aus Trient. Über Verhaltensauffälligkeiten des Bären lässt sich noch nichts sagen. Wanderer und Spaziergänger sollen aber die markierten Wege nicht verlassen.

Landeswildökologe Hubert Schatz bestätigt, dass es sich um einen jungen männlichen Bären handelt: „Es besteht jedoch kein Grund zur Panik“. Es wird davon ausgegangen, dass das Tier aus Trient (Italien) über das Lechtal nach Lech gekommen sei, heißt er in einer Mitteilung des Landespressestelle.

Mulmiges Gefühl für Urlauber bleibt

Ob zum Bergsteigen, Klettern, Wandern oder Mountainbiken – Lech ist bei vielen Urlaubern beliebt. Die Behörden empfehlen, im Gebiet Lech aufmerksam zu sein und die markierten Wege nicht zu verlassen sowie Hunde an der Leine zu führen. Landwirtschaftliche Tiere sollten über Nacht im Stall gehalten werden und es wird geraten, die Stalltüren zu schließen. Bienenstöcke sollten mit einem Elektrozaun abgesichert werden.

Sichtungen sofort melden

Es wird gebeten, Feststellungen bzw. Sichtungen des Bärs umgehend an die nächste Polizeidienststelle oder die zuständige Bezirkshauptmannschaft oder an den Landeswildökologen Hubert Schatz (Rufnummer: 0664-6255311, Mail: [email protected]) zu melden.

Im Mai letzten Jahres wurde im südöstlichen Landkreis Oberallgäu ebenfalls ein Bär fotografiert. Europäische Braunbären wiegen zwischen 75 und 350 kg. Die Männchen sind deutlich schwerer als die Weibchen.

Braunbären hören äußerst gut

Sie sind grundsätzlich Einzelgänger. Die Paarungszeit ist von Mai bis Juli. Die Jungen kommen während der Winterruhe zur Welt und sind etwa rattengroß. Bären sind äußerst lernfähig. Besonders ausgeprägt ist ihr Geruchs- und Hörsinn. Bären ernähren sich hauptsächlich von pflanzlicher Nahrung und nutzen das saisonale Angebot. Sie halten sich bevorzugt dort auf, wo sie Nahrung finden. Übergriffe auf Nutztiere kommen vor, Wild wird gelegentlich erbeutet.

(Quelle: Landespressestelle Vorarlberg/Bayerisches Landesamt für Umwelt)