Kommentar: Gladbach sollte den neuen Mann schnell benennen

Kommentar: Gladbach sollte den neuen Mann schnell benennen
Gladbach steht - Stand jetzt - noch ohne neuen Trainer da. (Symbolbild: pixabay)

Mönchengladbach (tmy) – Der VfL Borussia Mönchengladbach hat seine Viertelfinal-Begegnung im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund knapp, aber verdient, mit 0:1 verloren. Verdient deshalb, weil der BVB im Borussia-Park insbesondere im zweiten Durchgang mehr Torgefahr entwickelte und in den Zweikämpfen viel bissiger zu Werke gegangen war.

Das Pokal-Aus war – wettbewerbsübergreifend – das sechste Spiel in Serie, das Gladbach nicht für sich entscheiden konnte. Und genau hier liegt der sogenannte Hase im Pfeffer. Denn: Seit der Bekanntgabe, dass Trainer Marco Rose vom Niederrhein in den Ruhrpott wechseln und sich aus Mönchengladbach verabschieden wird, um im Sommer mit Dortmund zusammenzuarbeiten, haben die Gladbacher Fohlen hinkende oder lahme Beine bekommen.

Und das, obwohl Sportdirektor Marx Eberl, Coach Rose und die Mannschaft von einem Zusammenhang nichts wissen möchte und vor dem Duell einer „großen Brisanz“ widersprochen hat. Doch aus meiner Sicht gibt es sehr wohl einen Zusammenhang zwischen der aktuellen Leistungsfähigkeit des VfL und der Entscheidungsverkündung des Übungsleiters. Aber: Für mich besteht eine Chance zur Umkehr zurück in die (Erfolgs)Spur.

Wie das? Ganz einfach, in dem Max Eberl den Nachfolger von Marco Rose schnell findet oder – denn ich gehe davon aus, dass es ihn schon gibt – den neuen Mann an der Seitenlinie zügig öffentlich benennt oder zumindest intern dem Team um Kapitän Lars Stindl kommuniziert. Denn das würde etwas Ruhe reinbringen und man könnte sich dadurch viel besser aufs Wesentliche konzentrieren – nämlich auf das Kräftemessen auf dem grünen Rasen.

Dass diese Maßnahme nicht ganz verkehrt ist oder sein kann, sieht man ja bei „Schwarz-Gelb“. Seit dort klar ist, dass Marco Rose im Sommer Edin Terzic beerben wird und dieser für ihn als Assistent wieder zurück in die zweite Reihe rückt, schwimmen die Dortmunder nicht nur auf einer Euphorie-, sondern auch (wieder) auf einer beachtlichen Erfolgswelle.

Was sagen Sie zur Trainerfrage bei den Gladbachern und mögliche Auswirkungen auf deren Leistungsvermögen?

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