Die wiha Panthers treffen auf den Favoriten

Die wiha Panthers treffen auf den Favoriten
Basketball mit einem Treffer im Korb / Symbolbild (Bild: Pixabay)
WOCHENBLATT
Redaktion

Schwenningen – Beim 86:68-Heimsieg über die Kirchheim Knights haben die wiha Panthers sich im ersten ProA-Playoffspiel in starker Form präsentiert. Bereits am Mittwoch, 21. April, gastieren die Schwenninger bei den ebenfalls siegreich gestarteten MLP Academics Heidelberg, die als Favorit auf den Gruppensieg gelten (19 Uhr).

Pünktlich zum Playoff-Beginn zeigten sich die wiha Panthers – laut Vereinsmitteilung – am vergangenen Samstag wieder in bestechender Form. Die Mannschaft von Trainer Alen Velcic kontrollierte die Partie gegen die Kirchheim Knights souverän und wusste durch konzentriertes Auftreten zu überzeugen. Aus einer geschlossen starken Mannschaftsleistung ragte das US-Duo Nate Britt und Courtney Stockard heraus.

Beide Spieler verzeichneten Double-Doubles und wurden ihren Rollen als Führungsspieler gerecht. Britt erzielte zwölf Punkte, verteilte als Spielgestalter zehn Assists und ließ sich auch von der frühen Foulbelastung nicht hemmen. Gegen den offensiv überragenden Courtney Stockard fand die Kirchheimer Verteidigung überhaupt kein Mittel.

Der 26-jährige Amerikaner war mit 29 Zählern Topscorer, sammelte zudem zehn Rebounds ein und war somit ligaweit der statistisch beste Spieler des gesamten ersten Playoff-Spieltags. Nach der Partie zeigte sich Stockard hochzufrieden und optimistisch mit Blick auf die weiteren Spiele.

„Wir hatten uns vorgenommen, gegen Kirchheim hart zu arbeiten und der Trainer hat uns gut auf das Spiel eingestimmt. Dieses Spiel wird uns viel Selbstvertrauen geben und mit so einer Leistung ist für uns im weiteren Playoff-Verlauf noch einiges möglich.“

Als nächste Aufgabe wartet auf die Panthers am Mittwoch ab 19 Uhr ein Auswärtsspiel beim vermeintlichen Favoriten auf den Gruppensieg. Auch die MLP Academics sind mit einem Sieg in die Playoffs gestartet. Bei den Eisbären Bremerhaven gelang den „Akademikern“ am Samstag ein wichtiger 100:96-Erfolg nach Verlängerung.

Und: Der Basketball-Standort Heidelberg blickt auf eine lange Tradition zurück. Neun Meisterschaften konnten die Universitätsstädter zwischen 1957 und 1977 gewinnen. Mitte der 80er-Jahre stieg Heidelberg aus der 1. Liga ab und ist seither ein starker Zweitligist. Die Rückkehr ins Oberhaus soll in dieser Spielzeit gelingen.

Mit 21 Saisonsiegen hat die Mannschaft von Trainer Frenkie Ignjatovic die Spielzeit auf Rang zwei abgeschlossen und den Aufstieg in die Bundesliga als Ziel ausgegeben. Dazu passt perfekt, dass die Heidelberger seit Ende März ihre Heimspiele im neu eröffneten SNP-Dome austragen. Die 5000 Zuschauer fassende Mehrzweckhalle erfülle die Kapazitätsauflagen der Basketball-Bundesliga.

In dieser Saison können die Akademiker mit Veteran Shy Ely, Scorer Jordan Geist und den Aufbauspielern Sa’eed Nelson und Niklas Würzner auf eine der ligaweit stärksten Guard-Rotationen zurückgreifen. Unter den Brettern agieren mit Phillipp Heyden und Armin Trtovac zwei große, physische Innenspieler.  Ein erneutes Widersehen wird es mit zwei ehemaligen Panthern geben.

Shaun Willett, der zu Saisonbeginn in Schwenningen auflief, trägt seit Ende Januar das Heidelberger Trikot. Auch Daniel Loh hat von Dezember 2019 bis März 2020 das orangene Panthers-Jersey getragen. In der Hauptrunde gewannen beide Teams jeweils ihre Heimspiele. In Heidelberg unterlagen die wiha Panthers Ende November nach komplett verschlafener erster Halbzeit mit 83:90.

Dabei holten die Schwenninger in Durchgang zwei einen zwischenzeitlichen Rückstand von 23 Punkten auf, bevor im Schlussspurt die Kraftreserven aufgebraucht waren. In der Deutenberghalle feierten die Schwenninger im März beim 82:67 ihren höchsten Heimsieg in der regulären Saison.

Das Duell der beiden Auftaktsieger in der Playoff-Gruppe 2 zwischen Heidelberg und Schwenningen wird am Mittwoch live und kostenlos bei www.sportdeutschland.tv übertragen.