Raucher müssen sich ab 2027 auf höhere Kosten einstellen. Der Bundestag hat eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer beschlossen, die bis 2030 schrittweise umgesetzt werden soll.
Der Bundestag hat am Donnerstag, 15. Oktober 2026, mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD einer Änderung des Tabaksteuergesetzes zugestimmt. Vorgesehen sind vier jährliche Steuererhöhungen, beginnend am 1. Januar 2027.
Mit der Neuregelung verfolgt die Bundesregierung zwei Ziele: Sie will zusätzliche Steuereinnahmen erzielen und zugleich den Tabakkonsum reduzieren.
Zigarettenpreise sollen bis 2030 steigen
Die Tabaksteuer soll von 2027 bis 2030 jeweils zum Jahresbeginn angehoben werden. Dadurch dürften auch die Verkaufspreise für Zigaretten steigen.
Wie stark sich die Steuererhöhungen auf den Preis einer Packung auswirken, hängt allerdings von der Preisgestaltung der Hersteller ab. Konkrete Endverbraucherpreise lassen sich deshalb nicht verbindlich vorhersagen.
Der Finanzausschuss des Bundestages hatte die ursprünglichen Pläne der Bundesregierung vor der Abstimmung noch einmal verschärft. Die zunächst veröffentlichten Preisberechnungen beziehen sich daher nicht vollständig auf die vom Bundestag beschlossene Fassung.
Auch Drehtabak und E-Zigaretten betroffen
Die geplanten Änderungen beschränken sich nicht auf herkömmliche Zigaretten. Auch Feinschnitt, der beispielsweise zum Selbstdrehen verwendet wird, soll stärker besteuert werden.
Weitere Erhöhungen sind für erhitzten Tabak, Zigarren, Zigarillos, Pfeifentabak und Wasserpfeifentabak vorgesehen. Für Zigarren, Zigarillos, Pfeifentabak und Wasserpfeifentabak sollen die neuen Steuersätze erst am 1. März 2027 gelten.
Auch Flüssigkeiten für E-Zigaretten sind von der Neuregelung betroffen. Damit umfasst die Steueranpassung sowohl klassische Tabakprodukte als auch alternative Konsumformen.
Milliarden an zusätzlichen Steuereinnahmen erwartet
Durch die verschärften Steuerpläne rechnet der Bund mit deutlich höheren Einnahmen.
Nach den vom Finanzausschuss verschärften Steuerplänen werden für 2027 zusätzliche Einnahmen von rund 1,5 Milliarden Euro erwartet. Im Jahr 2030 sollen die jährlichen Mehreinnahmen rund 4,46 Milliarden Euro erreichen.
Die tatsächlichen Einnahmen hängen unter anderem davon ab, wie sich der Tabakkonsum und das Kaufverhalten der Verbraucher entwickeln.
Für Verbraucher bedeutet die geplante Änderung vor allem eines: Rauchen dürfte in den kommenden Jahren teurer werden.