Am Wochenende ereignete sich im Wettersteingebirge bei Garmisch-Partenkirchen ein tödlicher Bergunfall. Ein 68-jähriger Mann wurde am 31. Juli als vermisst gemeldet. Eine großangelegte Suchaktion nach dem Bergsteiger startete.
Am Samstagmorgen ging bei der Einsatzzentrale die Meldung eines vermissten Bergsteigers aus Baden-Württemberg ein. Nach ersten Informationen sollte sich der Mann im Bereich des Wettersteingebirges aufgehalten haben, so die Polizei.
Fahrzeug des Vermissten wurde geortet
Es wurden umfangreiche polizeiliche Ermittlungen eingeleitet. Eine durchgeführte Handyortung blieb aufgrund eines nicht mehr aktiven Mobiltelefons erfolglos. Parallel wurden KFZ-Spezialisten der Grenzpolizeiinspektion Murnau hinzugezogen. Mit deren Hilfe konnte das Fahrzeug des Vermissten geortet und das Suchgebiet eingegrenzt werden, heißt es in einer Pressemitteilung.
Daraufhin wurde eine großangelegte Suchaktion verschiedenster Rettungskräfte eingeleitet. Aufgrund der Witterung und einsetzender Dunkelheit mussten die Suchmaßnahmen in den Abendstunden unterbrochen werden.
Bergsteiger melden leblose Person in steilem Gelände
Während die Suchmaßnahmen am Sonntag fortgesetzt wurden, meldeten zwei Bergsteiger eine leblose Person auf der Südseite des Jubiläumsgrats. Nach Überprüfung durch die Alpine Einsatzgruppe sowie der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen, konnte der Vermisste leblos in steilem Gelände festgestellt werden.
Der hinzugezogene Bergwacht-Notarzt konnte nur noch den Tod des 68-Jährigen feststellen. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der Bergsteiger im Laufe des Freitags alleinbeteiligt rund 50 Höhenmeter südseitig vom Jubiläumsgrat abstürzte. Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen derzeit nicht vor. Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen.
Anspruchsvolle Tour
Der Jubiläumsgrat gehört zu den spektakulärsten Gratüberschreitungen der Ostalpen. Die über fünf Kilometer lange Gratüberschreitung, die sich vom Gipfel der Zugspitze bis zum Gipfel der Alpspitze zieht, ist eine anspruchsvolle Tour.
(Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Süd)