VfB Friedrichshafen ist Vizemeister

VfB Friedrichshafen ist Vizemeister
Der VfB Friedrichshafen ist Vizemeister 2024. (Bild: Justus Stegemann)

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Der VfB Friedrichshafen ist Vizemeister der Saison 2023/24. Die Häfler verloren am Sonntagnachmittag das Entscheidungsspiel in der Max-Schmeling-Halle mit 0:3 (16:25, 16:25, 17:25) und somit die „best-of-five“-Serie gegen die Berlin Recycling Volleys mit 2:3.

Anders als in den vier Begegnungen zuvor, bekam der VfB keinen Zugriff auf die Partie und musste sich klar geschlagen geben. Am kommenden Dienstag (30. April, 17 Uhr) können die Fans ihren Vizemeister und Michal Superlak als Liga-MVP in der SPACETECH ARENA feiern.

Friedrichshafen hatte sich eine Menge vorgenommen für dieses entscheidende Finale gegen Berlin. Der amtierende Meister von der Spree wollte aber gar nicht erst den Verdacht aufkommen lassen, die Häfler nur im Geringsten ins Rollen kommen zu lassen. Marek Sotola sorgte mit starkem Service für klare Verhältnisse (3:6). Mark Lebedews Startformation um Marcus Böhme, Jose Masso, Tim Peter, Michal Superlak, Aleksa Batak und Libero Nikola Pekovic war noch nicht in der Max-Schmeling-Halle angekommen. Einzig Jan Fornal stemmte sich mit dem Service gegen den orangen Tsunami auf der anderen Seite (10:12).

Es war eine schwierige Partie für die Mannschaft vom Bodensee, die mit den starken Berliner Aufschlägen Probleme hatte und selbst im Angriff nicht richtig zum Zug kam (10:15). Masso kam zwar zu seinem ersten Punkt des Abends (11:17), Nehemiah Mote und Sotola nutzten aber jede weitere Chance (11:19, 13:24). Dass Fornal nochmal mit dem Aufschlag für Forore sorgte (15:24, 16:24), war nur eine Randnotiz. Berlin holte sich den ersten Durchgang (16:25).

Die Gastgeber kamen besser aus der Satzpause und lagen nach einer Aufschlagserie von Hannes Tille schnell mit 5:0 in Führung. Jackson Young kam für Peter ins Spiel und kurzzeitig stabilisierte sich die Annahme. Fornal gewann das Druckduell gegen Tobias Krick (4:7) und Young servierte das Ass (9:11) – am Drücker blieben trotzdem die BR Volleys (10:15, 13:20). Severi Savonsalmi kam zum Aufschlag und erledigte seinen Job gut (15:20). Tille hatte allerdings auch noch ein Ass im Arm (16:23) und stellte die Weichen auf Satzgewinn. Cody Kessel, der inzwischen für Schott auf dem Feld war, besorgte die ausstehenden zwei Punkte 16:24, 16:25).

Die Luft war nun irgendwie raus, wobei die Berliner auf der anderen Seite von Punkt zu Punkt wuchsen. Bataks Block gegen Sotola (9:10) und ein Ass von Superlak ließen die Häfler Fanherzen noch einmal kurz höherschlagen, der Gegner machte aber kurzen Prozess. Peter kam zurück, Simon Uhrenholt, Sergio Carrillo und Ben-Simon Bonin bekamen noch die Chance – es war aber an diesem Tag nicht mehr drin. Uhrenholt traf nur den Block (17:25), sodass die Berlin Recycling Volleys sich die Meisterschaft sicherten.

Zu der Silbermedaille für die Vizemeisterschaft, erhielt Michal Superlak noch die Auszeichnung zum Liga-MVP der nun abgelaufenen Saison. Beides können die Fans am kommenden Dienstag (30. April) mit Spielern und Verantwortlichen feiern. Ab 17:00 sind alle Fans zum Saisonabschluss in der SPACETECH ARENA eingeladen. Der Eintritt sowie die Getränke sind frei.

„Es klingt vielleicht ein bisschen komisch und es hat auch nicht ausgesehen, aber wir wollten heute zu viel und waren zu angespannt. Dann machen wir zu Beginn ein paar Punkte nicht und Berlin zieht das, mit den über 8000 Fans im Rücken, durch“, sagte Cheftrainer Mark Lebedew nach seinem letzten Spiel für den VfB Friedrichshafen. „Gerade sind wir schon sehr traurig. Es ist zwar nur ein Volleyball, trotzdem tat das sehr weh.“

(Vereinsmitteilung: VfB Friedrichshafen Volleyball)