Konstanzer U21 kassiert Ausgleichstreffer in letzter Sekunde

Konstanzer U21 kassiert Ausgleichstreffer in letzter Sekunde
Sven Iberl im Spiel gegen Altenheim. (Bild: André Frensel)

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Mit sechs Toren hatte die U21 der HSG Konstanz zwischenzeitlich gegen Oberliga-Absteiger TuS Altenheim geführt, in allerletzter Sekunde jedoch noch den Ausgleich zum 30:30 (20:15) hinnehmen müssen.

„Für uns fühlt sich das wie ein verlorener Punkt an“, gab Trainer Vitor Baricelli einen Einblick in seine Gefühlslage. Im Duell der beiden letztjährigen Oberligisten war es zuvor drunter und drüber gegangen. „Wie immer gegen Altenheim“, so Baricelli. Bereits im Hinspiel hatten die Ortenauer auf den allerletzten Metern noch den kaum mehr für möglich gehaltenen Ausgleich markiert. Fast genauso lief es auch dieses Mal.

Dabei startete die Drittliga-Reserve hervorragend in die Partie und legte durch David Soos direkt mit 3:0 vor, nach 13 Minuten erhöhte Finn Klein auf 10:5. Kurz vor der Pause hatte Klein mit dem 20:14 schließlich die mit sechs Toren höchste Differenz herausgeworfen. Baricelli konnte sich über eine „sehr gute erste Halbzeit“ freuen, in der seine Mannschaft konzentriert auftrat, eine gute Deckung vor Torwart Noah Frensel aufbot und dank weniger Fehler klare Vorteile hatte.

Doch erneut riss der Faden und fehlte die letzte Konsequenz und der letzte Wille. Mit einer offensiveren Abwehr gelang den Gästen nach 39 Minuten der Ausgleich zum 22:22. Fortan entwickelte sich ein Krimi, in dem sich das junge Konstanzer Perspektivteam zunächst wieder mit zwei Treffern in Front werfen konnte, nun aber immer mehr Fehler produzierte und Altenheim so wieder ins Spiel brachte. Achteinhalb Minuten vor Schluss warf Oliver Gieringer seine Farben das erste Mal im ganzen Spiel in Führung (28:29). Mats Krawietz und Tim Enninghorst drehten nervenstark das Ergebnis wieder auf Seiten der Gelb-Blauen (30:29) – das Glück sollte an diesem Abend allerdings nicht auf Seiten der Gastgeber sein.

Erst fand der Treffer zum vermeintlichen 31:29 durch Krawietz wegen eines eigenen Timeouts keine Anerkennung, direkt nach der Auszeit schlossen die Konstanzer Youngster noch ohne Not und angedrohtes passives Spiel viel zu schnell ab. Nur acht Sekunden nach der Konstanzer Auszeit konnte sich Altenheim seinen letzten Angriff in der Besprechung an der Seitenlinie noch einmal zurechtlegen. Wie geplant lief es jedoch auch für sie nicht. Trotz des siebten Feldspielers konnten die Konstanzer den Wurfversuch der alles auf eine Karte setzenden Gäste zweimal blocken – die Abpraller landeten aber beide Male wieder bei Altenheim. Im dritten Versuch ließ Gieringer den TuS schließlich über den späten Ausgleich in fast letzter Sekunde jubeln.

(Vereinsmitteilung: Andreas Joas, HSG Konstanz)