Towerstars holen sich mit zweitem Break die Serienführung

Towerstars holen sich mit zweitem Break die Serienführung
Der 1:1 Ausgleich durch Louis Latta in der 9. Spielminute. (Bild: Frank Enderle)

WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Drittes Spiel, dritter Sieg der Auswärtsmannschaft! Die Ravensburg Towerstars und die gastgebenden Eisbären Regensburg haben sich auch im dritten Duell der Playoff-Viertelfinal-Serie einen packenden Schlagabtausch geliefert. Vor 4.251 Zuschauern in der „das Stadtwerk,Donau.Arena“ siegten die Towerstars mit 4:2 und führen in der „best-of-seven“ Serie jetzt mit 2:1.

Die Towerstars mussten erneut auf Oliver Granz verzichten, für den noch das eine oder andere Spiel mehr für eine Pause empfohlen wurde. Damit wurde, wie schon zuvor, Max Hadraschek zum Verteidiger umfunktioniert. Nicht dabei war auch Alexander Rudkovsiki, der für den EV Ravensburg im Einsatz war. Die Partie in der gut gefüllten Arena in Regensburg hätte für die Ravensburger Cracks wohl kaum schlechter starten können.

Bereits in der Startminute gerieten sie nach einem eigenen, zunächst solide vorgetragenen Angriff in einen 3-gegen-2-Konter, den der NHL-erfahrene David Booth nach 52 gespielten Sekunden zur 1:0-Führung einnetzte. Die Hausherren wurden auch danach mit der Stimmung der Heimfans nach vorne getragen und in der 5. Minute entbrannte erneut der Torjubel auf den Rängen.

Die vehementen Proteste der Towerstars und der nach wenigen Sekunden verhalten wirkende Jubel der Eisbären-Spieler ließen erahnen, dass hier Klärungsbedarf herrschte. Zwar entschieden die Unparteiischen auf dem Eis zunächst auf Tor, nach Sichtung des Videobeweises wurde dies aber korrigiert. Der Stock des Angreifers war beim Torschuss deutlich über der Höhe der Torlatte. Es ist keine Seltenheit, dass Teams derartige Szenen als ultimativen Weckruf verstehen, so auch bei den Towerstars.

Fortan lief das Spiel deutlich besser und in der 9. Minute staubte Louis Latta verdientermaßen zum 1:1 ab. Die Gastgeber hatten zuvor eine Strafzeit kassiert, der von der Strafbank zurückeilende Spieler konnte jedoch nicht mehr eingreifen. Die Towerstars verbuchten danach optische Vorteile, doch Regensburg blieb mit Kontern weiterhin brandgefährlich. So auch in der 11. und 14. Minute, doch Ilya Sharipov zwischen den Ravensburger Pfosten blieb Herr der Lage.

Im zweiten Spielabschnitt hatten sich die Ravensburger Cracks noch besser auf ihren Gegner eingestellt. Der hatte zwar aufgrund einer aus dem Mitteldrittel übertragenen Strafzeit gegen Tim Sezemsky gleich einmal ein Powerplay, die Towerstars waren bei zwei Unterzahlbreaks allerdings näher am nächsten Treffer als die Hausherren. Diesen Eindruck brachte Robbie Czarnik dann nach rund dreieinhalb Minuten tatsächlich auf die Anzeigetafel. Der US-amerikanische Stürmer kontrollierte die Scheibe in der gegnerischen Zone und überraschte Eisbären-Keeper Tom McCollum mit einem ansatzlosen Handgelenkschuss zum 1:2 ins rechte Eck.

Die Towerstars wirkten weiterhin strukturierter und verbuchten Druckphasen, aber auch vor dem Ravensburger Tor war so einiges los. Bedingt durch die heißen Szenen wurde die Partie auch emotionaler und das hatte in der Schlussphase Auswirkungen. Fabian Dietz musste in der 37. Minute wegen hohen Stocks auf die Strafbank, das fällige Überzahlspiel nutzten die Eisbären durch Andrew Schembri prompt zum 2:2-Ausgleich.

Der Jubel der Domstädter verstummte jedoch alsbald. Als nur eine halbe Minute später mit Lucas Flade ein Regensburger Spieler in die Kühlbox geschickt wurde, schlug auch das Ravensburger Powerplay eiskalt zu. Kapitän Sam Herr leistete die Vorarbeit, Fabian Dietz präsentierte sich wieder einmal als Vollstrecker vor dem Tor. Diese 3:2-Führung nahmen die Ravensburger Cracks mit in die zweite Pause.

Es war zu erwarten, dass die Gastgeber im Schlussabschnitt wieder selbst die Initiative ergreifen und von der Kontertaktik abrücken mussten. Doch auch wenn die Towerstars immer wieder tief in der eigenen Zone eingeschnürt wurden, spielten sie solide die Minuten von der Uhr und erkämpften sich auch immer wieder Chancen. So richtig dramatisch wurde es in der 55. Minute. Plötzlich standen nach einem abgefälschten Pass gleich 2 gegnerische Stürmer vor dem Torraum frei, doch mit vereinten Kräften und starken Reaktionen von Ilya Sharipov bei den Nachschüssen hielten die Towerstars an der knappen Führung fest. Im direkten Gegenzug hätte Ralf Rollinger bei einem Alleingang den Sack zu machen können, doch auch Tom McCollum reagierte stark.

Zweieinhalb Minuten vor Ende ging Eisbären-Coach Max Kaltenhauser dann volles Risiko und nahm den Torhüter für einen 6. Feldspieler vom Eis, doch nur wenige Pässe später netzte Robbie Czarnik aus spitzem Winkel trocken zum 2:4 und damit der Entscheidung ein. „Auch das dritte Duell war ein enges und attraktives Playoff-Spiel mit toller Atmosphäre. Wir haben über die weitesten Strecken eine sehr solide und clevere Leistung gezeigt und uns den Sieg dadurch auch verdient“, freute sich Towerstars-Coach Gergely Majoross.

Auch wenn die Towerstars nun den zweiten Sieg der Serie errungen haben, ist es noch ein enorm weiter Weg bis ins Halbfinale – die Unterstützung der oberschwäbischen Eissportanhänger ist daher besonders gefragt. Spiel vier wartet bereits am Dienstagabend um 20 Uhr, dann wieder in der Ravensburger CHG Arena. Alle Karten hierzu sind im freien Verkauf und erhältlich im Fanshop in der Marktstraße 20, allen VVK-Partnern von Reservix, online im Ticket-Webshop sowie unter Vorbehalt auch noch am Spieltag an der Abendkasse.

(Vereinsmitteilung: Ravensburg Towerstars)