Towerstars-Heimsieg gegen Wölfe krönt perfektes Wochenende

Stürmer Lukas Mühlbauer gegen Freiburgs Torhüter Luis Benzing.
Stürmer Lukas Mühlbauer gegen Freiburgs Torhüter Luis Benzing. (Bild: Kim Enderle)

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Dank einer taktisch disziplinierten Leistung und den Treffern zur rechten Zeit feierten die Ravensburg Towerstars einen 3:1 Heimerfolg gegen den EHC Freiburg.

Die Oberschwaben schlossen damit das Wochenende mit sechs Punkten ab und sind in direkter Reichweite der Top-Teams.

Vor 2287 Zuschauern in der Ravensburger CHG Arena hatten die Oberschwaben einen flotten Start und gingen bereits nach fünf Minuten in Führung. Kapitän Sam Herr stand frei im Slot und setzte den Puck platziert ins rechte Kreuzeck. Dass kurz zuvor eine numerische Unterzahl nicht genutzt werden konnte, war in diesem Moment abgehakt.

Insgesamt hatten die Towerstars mehr vom Spiel und tauchten häufiger vor dem gegnerischen Tor auf, mit Kontern waren die Gäste aber durchaus brandgefährlich. Nico Pertuch, der erneut von Beginn an zwischen den Pfosten stand, war allerdings auf dem Posten. In der Schlussphase des Startabschnitts drückten die Gastgeber noch intensiver aufs Tempo und wurden dafür belohnt – wenn auch über die Hintertüre.

Die erneut selbstbewusst agierende vierte Sturmreihe fuhr ein Break, Tim Gorgenländer wurde vor dem Tor allerdings gefoult. Den fälligen Penalty verwandelte Robbie Czarnik trocken zum 2:0.

Im zweiten Spielabschnitt war das Spiel verbissener und beide Teams gingen aggressiver in die Zweikämpfe – das sorgte für Strafzeiten. Zunächst traf es Towerstars-Youngster Tim Gorgenländer, vier Minuten später gleich zwei Freiburger Akteure gleichzeitig. Doch weder die Gäste aus Freiburg noch die Towerstars konnten den jeweiligen Vorteil nutzen.

Die überstandene doppelte Überzahl zwischen der 29. und 31. Minute sorgte bei den Wölfen offensichtlich für Selbstvertrauen. Über mehrere Minuten hatten sie nun spielerische Vorteile und Nico Pertuch bekam wieder mehr Arbeit zu bewältigen.

Die Towerstars fanden aber wieder Wege, den Gästen das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und eine Strafzeit gegen Nikolas Linsenmaier sollte kurz vor der zweiten Pause auch für den nachhaltig wichtigen Treffer sorgen. Wieder war es Sam Herr, der einen starken Pass vor das Tor mit der Schlägerspitze zum 3:0 ins Netz lenkte.

Im Schlussabschnitt ließen die Towerstars nicht wirklich viel anbrennen, nach vorne versäumten sie es aber, den Vorsprung weiter auszubauen. Auf der Gegenseite musste Nico Pertuch 75 Sekunden vor Schluss dann doch noch einen Gegentreffer schlucken. Nachdem sich die Ravensburger Unterzahlformationen gegen die Strafzeit von Tim Gorgenländer noch erfolgreich wehren konnten, nutzten die Breisgauer das zweite Powerplay dann eiskalt.

Hier hatte auch Wölfe-Keeper Louis Benzing seinen Kasten für einen sechsten Feldspieler verlassen. Da in der Schlussminute Charlie Sarault einen Schuss auf das leere Freiburger Tor nur an den linken Pfosten setzte, blieb es letztlich beim 3:1. „Wir haben heute clever gespielt, lediglich mit den Strafzeiten in der Schlussphase konnten wir nicht zufrieden sein. Dies müssen wir unbedingt abstellen“, resümierte Towerstars Coach Gergely Majoross.

Dank des 6-Punkte-Wochenendes können die Towerstars am Dienstag selbstbewusst zum Auswärtsspiel nach Landshut reisen. Es wartet allerdings ein schweres Spiel, denn auch die Niederbayern konnten am Wochenende zwei Siege feiern. Am Freitag gab es ein hart umkämpftes 3:2 nach Verlängerung gegen Kaufbeuren, gefolgt von einem Auswärtssieg in Bietigheim.

Damit hängt der EVL den Towerstars bis auf einen Punkt im Nacken. „Das wird sicherlich ein packendes und emotionales Spiel“, blickte Gergely Majoross voraus. Das Spiel in Landshut wird ab 19.30 Uhr auf SpradeTV zu sehen sein.

(Vereinsmitteilung: Ravensburg Towerstars)