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Islanders müssen am Freitag nach Landsberg, am Sonntag kommt Füssen

Lesezeit 4 Minuten
Möchten mit ihren Islanders gegen Landsberg und Füssen möglichst erfolgreich sein: David Heckenberger (links) und Andreas Farny.
Möchten mit ihren Islanders gegen Landsberg und Füssen möglichst erfolgreich sein: David Heckenberger (links) und Andreas Farny. (Bild: Archivfoto/Betty Ockert)

Lindau – Die Terminjagd für den EV Lindau Islanders geht weiter. Nach dem Spiel unter der Woche gegen den SC Riessersee stehen am Wochenende – laut Vereinsmitteilung – die nächsten beiden Herausforderungen an. Am Freitag (22. Januar, 20 Uhr) geht es für die Islanders zu den Aufsteigern der Landsberg Riverkings, am Sonntag (24. Januar, 17 Uhr) kommt der EV Füssen diese Saison zum ersten Mal an den Bodensee.

Die Bedeutung dieser Aufgaben des Wochenendes beschreibt Lindaus Trainer Gerhard Puschnik wie folgt, wenn er sagt: „Wir alle wissen wie wichtig die beiden Spiele am Wochen-ende sind, sie können richtungsweisend sein.“ Beide Spiele können bei „SpradeTV“ gebucht und per kostenpflichtigen Livestream verfolgt werden.

Den Vergleich der Islanders mit den Landsberg Riverkings gibt es in dieser Spielzeit – so der EVL weiter – bereits zum dritten Mal. In diesem Duell steht es aktuell Unentschieden. Beim ersten Spiel in Lindau gab es eine deftige Klatsche für die Islanders, beim Rückspiel in Landsberg gelang die Revanche. Mit einem 8:3-Sieg konnte man die Punkte an den Bodensee entführen.

Dabei gelangen den Lindauern sieben Tore im Powerplay. Da man sich aber nicht aufs Powerplay verlassen könne, sollten die Islanders die Tore am besten mit einer konsequenten Chancenverwertung – auch aus dem Spiel heraus – machen. Die Erfahrung aus den vergangenen beiden Begegnungen mit den Riverkings lehrt die Lindauer, den Oberbayern nicht zu viel Raum zu geben.

Der Kader der Riverkings gilt als eingespielt, auch wenn die Ergebnisse des Tabellenschlusslichts dies zuletzt nicht aufzeigen. Man könne am Freitag aber dennoch von einer harten und spannenden Partie ausgehen, in der die Lindauer von Beginn an dem Gegner ihr Spiel aufzwingen müssten. Im Kampf um Punkte und den daraus resultierenden Kampf um die Playoff-Plätze dürfen sich die Islanders in Landsberg eigentlich keinen Ausrutscher erlauben.

„Die Riverkings dürfen wir nicht unterschätzen, sie kämpfen um jeden Puck und Zentimeter und geben niemals auf“, weiß Islanders-Headcoach Puschnik über den ersten Gegner am Wochenende. Der DEL2-erfahrene Verteidiger Patrick Seifert, der dem Aufsteiger bis Ende November mit einem Try-Out-Vertrag zur Verfügung stand, spielt mittlerweile beim Lindauer Kooperationspartner in der DEL2, den Ravensburg Towerstars.

Für diese vakante Position in der Defensive, verpflichtete man kurz vor Weihnachten Mathias Jeske vom EHC Waldkraiburg. In der Offensive des Aufsteigers schmerzt das Saisonaus von Adriano Carciola, der sich Anfang Januar eine Schulterverletzung zuzog und den Mannen vom Lech nicht mehr zur Verfügung steht.

Die punktbesten Spieler im Team der Oberbayern sind US-Importspieler HaydenTrupp im Sturm und Michael Fischer. Eine enge und schwierige Partie erwartet die Islanders auch am Sonntag. Dann ist der EV Füssen, einer der deutschen Traditionsvereine, zu Gast im Lindauer Eichwald. Auf nicht weniger als 16 Deutsche Meistertitel blicken die Allgäuer in ihrer ruhmreichen Vergangenheit zurück. In der vergangenen Spielzeit waren die Füssener auch das Überraschungsteam der Oberliga Süd.

Man konnte viele Mannschaften der Liga mit der unbeschwerten, manchmal harten, aber dennoch fairen Art Eishockey zu spielen, überraschen und die Punkte einsacken. Wäre die Saison nicht nach der Meisterrunde aufgrund der Pandemie gestoppt worden, hätten die Ostallgäuer die Playoff-Teilnehmer sicher gehabt.

Der erste Vergleich der Islanders mit dem EV Füssen in dieser Saison wurde nicht auf dem Eis entschieden, sondern durch das Sportgericht des DEB für den EV Lindau gewertet. Die Füssener Spieler wollten sich am vorletzten Tag des Jahres 2020 nicht dem Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus und der daraus resultierenden Quarantäne-Anordnung aussetzen.

Grund für diese Befürchtung war die Partie der Islanders am 26. Dezember beim EC Peiting. Drei Tage nach diesem Match meldete Peiting einen Covid-19-Verdachtsfall. Der DEB sah allerdings nach Bewertung und Prüfung der Lage gemeinsam mit der medizinischen Abteilung keinen Grund für eine Spielabsage.

Das Team der Islanders war schon spielbereit in Füssen, als es zur kurzfristigen Absage der Gastgeber kam. Dieses Kapitel ist aber längst abgehakt, denn im Spiel am Sonntag werden beide Mannschaften auf dem Eis alles in Waagschale werfen, was zur Verfügung steht. Die Islanders brauchen die Punkte im Kampf um die Playoffs genauso wie der EV Füssen.

Getrennt sind die beiden Mannschaften nur durch wenige Punkte, was den Vergleich – laut Pressemitteilung – noch spannender macht. Durch die Anpassung der Tabelle in der Oberliga Süd, nach Berechnung des Tabellenplatzes über die durchschnittliche Punktzahl pro Spiel, ist es im Mittelfeld noch enger als es ohnehin schon war.

Den Gegner am Sonntag schätzt Gerhard Puschnik so ein: „Füssen ist eine Kämpfertruppe mit gutem Tempo und vor allem eine eingespielte Mannschaft. Das Team weiß, um was es in diesen Spielen geht und wir werden gut vorbereitet sein. Wir dürfen dem Gegner keine Geschenke machen. Wir sollten konsequent in der Defensive sein und diszipliniert spielen, die Chancen nicht leichtfertig vergeben und Strafen vermeiden.“

Die Saison-Resultate der Füssener sind bisher durchwachsen. Nach einem Sieg zum Auftakt, gab es eine kleine Serie mit Siegen und Niederlagen, in der man auch den Deggendorfer SC knapp mit 6:5 besiegen konnte. Seit kurz vor Weihnachten aber haben die Füssener kein Spiel mehr gewonnen. Diese lange Negativserie könnte zusätzliche Brisanz reinbringen.

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Transparenz

Erstmals veröffentlicht
21.01.2021, 09:18 Uhr
Letzte Aktualisierung
05.01.2023, 16:03 Uhr

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