Weingarten: ACTION-Filiale eröffnet im November und zieht in ehemaligen Rofu
Nach Monaten Leerstand ist die Nachfolge geklärt: Der niederländische Non-Food-Discounter Action übernimmt die frühere Rofu-Filiale an der Argonnenstraße in Weingarten. Eröffnet wird am Samstag, 7. November.

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Die Schaufenster an der Argonnenstraße 9 sind seit einigen Monaten leer. Bald ändert sich das. Die Discounterkette Action eröffnet am 7. November in den Räumen, in denen bis zum Sommer die Spielwarenkette Rofu Kinderland ihre einzige Filiale in Oberschwaben hatte. Der Standort liegt zwischen dem Drogeriemarkt dm und dem Getränkehandel Finkbeiner. Die Öffnungszeiten sind noch nicht bekannt.
Personal wird bereits gesucht
Die Vorbereitungen laufen offenbar auf Hochtouren. Auf mehreren Jobportalen sucht Action für die Weingartener Filiale eine stellvertretende Filialleitung sowie Verkäuferinnen und Verkäufer. Damit entstehen an der Argonnenstraße wieder Arbeitsplätze, nachdem dort mit der Rofu-Schließung zuletzt Stellen weggefallen waren.
Schnell wachsende Kette aus den Niederlanden
Action verkauft ausschließlich Non-Food-Artikel. Dazu gehören Haushaltswaren, Deko, Spielzeug, Schreibwaren, Drogerieartikel und Heimwerkerbedarf, meist zu niedrigen Preisen und mit häufig wechselndem Sortiment. Die Kette gehört zu den am schnellsten wachsenden Händlern in Europa. 2025 setzte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 16 Milliarden Euro um, etwa 16 Prozent mehr als im Vorjahr.
In Deutschland betreibt Action rund 700 Märkte. Auch in der Region ist die Kette zuletzt gewachsen: Erst vor Kurzem wurden Filialen in Mengen und Bad Saulgau eröffnet. Mit Weingarten kommt nun ein Standort im Schussental hinzu.
Das Aus für Rofu in Weingarten
Mit dem neuen Mieter endet der Leerstand, der mit der Insolvenz von Rofu begonnen hatte. Die Spielwarenkette hatte einen Investor gefunden. Laut Unternehmensmitteilung wurde eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH geschlossen. Deren Gesellschafter ist die TOP Locc GmbH, hinter der eine Investorengruppe um den geschäftsführenden Gesellschafter Achim Weniger aus Nürnberg steht. Die Lösung wurde im Rahmen eines Insolvenzplans umgesetzt. Ab August 2026 sollte Rofu wieder eigenständig handeln können.
Für Weingarten brachte die Rettung allerdings keine Zukunft. 77 Filialen wurden fortgeführt, 27 Standorte gehörten nicht zum Konzept des Erwerbers. Nach einem Räumungsverkauf, der bis Juli lief, gingen die Räume an den Vermieter zurück. Damit war das Ende der Weingartener Rofu-Filiale besiegelt.
In Weingarten waren nach Angaben von ROFU 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit betroffen. „Der Abbau von Arbeitsplätzen ist schmerzhaft, aber leider unvermeidbar“, hatte Sanierungsgeschäftsführer Marcus Katholing damals erklärt. Ohne die Investorenlösung hätte nach seinen Worten der gesamte Betrieb eingestellt werden müssen.
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- Erstmals veröffentlicht
- 29.10.2026, 13:12 Uhr




