Die EV Lindau Islanders empfangen am Freitag die Passau Black Hawks und wollen endlich zu Hause gewinnen. Am Sonntag wartet mit dem EC Peiting die nächste Herausforderung.
Nach drei Heimspielen ohne den erhofften Erfolg wollen die EV Lindau Islanders am Freitag (9. Oktober) um 19:30 Uhr in der BPM-Arena den ersten Heimsieg der laufenden Oberliga-Saison feiern. Gegner sind die EHF Passau Black Hawks. Zwei Tage später steht für die Mannschaft von Trainer Marko Sakic bereits das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm.
Für die Partie gegen Passau stehen den Lindauern wieder mehr personelle Möglichkeiten zur Verfügung. Verteidiger Robert Peleikis kehrt nach der Geburt seines Kindes in den Kader zurück. Auch Robin Wucher ist nach seiner abgesessenen Sperre wieder spielberechtigt.
Passau nach finanziellen Schwierigkeiten im Umbruch
Die Passau Black Hawks blicken auf eine bewegte Zeit zurück. In der vergangenen Saison erreichten die Niederbayern erstmals seit zehn Jahren wieder die Playoffs. Dort scheiterten sie im Achtelfinale an den Tilburg Trappers. Für die Islanders war in derselben Runde gegen die Füchse Duisburg Schluss.
Während der Sommerpause stand der Standort Passau zwischenzeitlich vor einer möglichen Insolvenz. Diese konnte abgewendet werden, allerdings müssen die Black Hawks in der neuen Saison mit einem deutlich geringeren Budget auskommen. Das Ziel bleibt dennoch, erneut um die Pre-Playoff-Plätze mitzuspielen.
Auch personell gab es Veränderungen. Dan Reja übernahm das Traineramt von Petr Bares. Im Tor setzt Passau weiterhin auf Marco Eisenhut und Jannik Engler. In der Defensive verstärken Jannis Hüserich und Mathias Binder die Mannschaft. Zu den erfahrenen Spielern zählen weiterhin Tom Horschel und Alexander Biberger.
Deutlich größer fiel der Umbruch im Angriff aus. Mit René Röthke wechselte einer der bekanntesten Offensivspieler zu den Erding Gladiators. Insgesamt kamen sieben neue Angreifer hinzu. Zu ihnen gehören der kanadische Stürmer Alex Blais, der aus Stuttgart nach Passau wechselte, sowie der Lette Klavs Planics, der zuvor in Duisburg spielte.
Islanders müssen ihre Chancen besser nutzen
Für die Lindauer wird es vor allem darauf ankommen, über die gesamten 60 Minuten konzentriert zu spielen und ihre Torchancen konsequenter zu verwerten. In den bisherigen Begegnungen konnte die Mannschaft nach eigener Einschätzung mit den Gegnern mithalten, ließ jedoch zu viele Möglichkeiten ungenutzt.
Gegen Passau soll sich das ändern. Dabei setzen die Islanders erneut auf die Unterstützung ihrer Fans, die in den bisherigen Heimspielen für eine stimmungsvolle Atmosphäre in der BPM-Arena gesorgt haben.
Am Sonntag wartet der EC Peiting
Bereits am Sonntag (11. Oktober) um 18 Uhr geht es für die Islanders beim EC Peiting weiter. Die Oberbayern sind erfolgreich in die neue Saison gestartet und konnten bereits Siege gegen die Stuttgart Rebels, die Selber Wölfe und die Passau Black Hawks verbuchen.
Niederlagen musste Peiting bislang lediglich gegen Deggendorf und Kaufbeuren hinnehmen. Zusätzliche Verstärkung erhielt die Mannschaft im Sommer durch die Verpflichtung des erfahrenen Lubor Dibelka.
Für die Islanders dürfte damit auch die zweite Partie des Wochenendes anspruchsvoll werden. Entscheidend werden eine geschlossene Mannschaftsleistung, konsequente Defensivarbeit und eine bessere Chancenverwertung sein.
Mit dem ersten Heimsieg gegen Passau und möglichst weiteren Punkten in Peiting wollen die Lindauer am vierten Spielwochenende der Oberliga Süd den nächsten Schritt machen.
(Quelle: EV Lindau Islanders)