Sexuelle Belästigung durch Ordenspater in Weingarten: Einvernehmliche Lösung

Sexuelle Belästigung durch Ordenspater in Weingarten: Einvernehmliche Lösung
Nach Verhängung des Strafbefehles über 60 Tagessätze wegen sexueller Belästigung im Sommer 2023 war im Januar dieses Jahres auch das kirchliche Strafverfahren beendet worden // Symbolbild. (Bild: dbvirago/ iStock / Getty Images Plus)

Weil er eine Frau im März letzten Jahres in Weingarten sexuell belästigt haben soll, ist ein Ordenspater von der Diözese Rottenburg-Stuttgart von allen Ämtern und Aufgaben entbunden worden. Aufgrund des Vorfalls hat er eine Therapie begonnen.

Im Fall des Ordenspaters, der einen Strafbefehl erhalten hatte, weil er 2023 eine erwachsene Frau in einem Gebäude der Evangelisch-Katholischen Hochschulgemeinde unangemessen berührt hat, haben sich die Pallottiner, die Diözese Rottenburg-Stuttgart und der betroffene Priester einvernehmlich geeinigt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Persönliche Auszeit genommen

Demnach steht der Pater, der seit dem Vorfall vom Priesteramt suspendiert ist, im Begriff, die Gemeinschaft der Pallottiner zu verlassen. Aus diesem Grund hat er sich eine eigene Wohnung und eine Arbeitsstelle gesucht. Bereits kurz nach dem Vorfall hatte er sich in Absprache mit der Ordensleitung eine persönliche Auszeit genommen, um seine persönliche Situation zu klären. Außerdem hat er aufgrund des Vorfalls eine Therapie begonnen.

Betroffener wurde aus Weingarten abgezogen

Nach Verhängung des Strafbefehles über 60 Tagessätze wegen sexueller Belästigung im Sommer 2023 war im Januar dieses Jahres auch das kirchliche Strafverfahren beendet worden. In dem Strafdekret hatte Bischof Gebhard Fürst den Pallottinerpater von allen priesterlichen Ämtern, Aufgaben und Diensten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart entbunden.

Die Ordensgemeinschaft hat den Betroffenen abgezogen. Der vor Ort verbliebene Ordenspater wird im Sommer 2025 Weingarten verlassen.

(Quelle: Diözese Rottenburg-Stuttgart)