Es tut sich was auf dem ehemaligen Industriegelände unterhalb der Basilika in Weingarten. Der Baustart für das „Quartier Martinshöfe auf dem rund 3,7 Hektar großen Areal im Zentrum der Stadt ist Anfang August.
Der Wohnungsmix der rund 500 Miet- und Eigentumswohnungen wird mit Wohnungsgrößen von ein bis fünf Zimmern so gestaltet, dass sich das Angebot an unterschiedlichste Zielgruppen und Altersklassen richtet. Bisher hatte sich das Projekt immer wieder verzögert.
Wie es in einer Pressemitteilung heißt, fand vor kurzem der Spatenstich auf der Baustelle mit Oberbürgermeister Clemens Moll und dem Bauträger BUWOG statt. Auf dem großen Areal realisiert die BUWOG in den nächsten Jahren in verschiedenen Bauabschnitten das neue Stadtquartier. Es umfasst rund 500 Wohnungen, Gewerbe- und Einzelhandelsflächen sowie einen Quartiersplatz mit angrenzendem Quartierstreff.
„Stadtentwicklung braucht langen Atem“
Weingartens Oberbürgermeister Clemens Moll betonte beim Spatenstich: „Die Martinshöfe sind ein Schlüsselprojekt für die Weiterentwicklung unserer Innenstadt. Nach intensiven Gesprächen und Anpassungen des städtebaulichen Vertrags freue ich mich, dass der Startschuss nun erfolgt. Dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen an unserem gemeinsamen Ziel festgehalten haben, zeigt: Stadtentwicklung braucht einen langen Atem und starke Partnerschaften.“
Daniel Riedl, als Vorstandsmitglied der Vonovia SE unter anderem zuständig für das BUWOG-Development in Deutschland: „Wir haben immer gesagt, dass die BUWOG zum Standort Weingarten steht – und die BUWOG hält Wort. In den letzten Monaten galt es sicherzustellen, dass die herzustellende Wirtschaftlichkeit nicht zulasten von architektonischen, nachhaltigen oder funktionalen Qualitäten des Quartiers geht. Bei dieser infrastrukturell und städtebaulich anspruchsvollen Quartiersentwicklung in Weingarten kommt uns die jahrzehntelange Erfahrung der BUWOG in der Realisierung größerer und größter Quartiere zugute. Dabei ist wichtig: Qualität geht vor Tempo – auch wenn der Baustart in Weingarten mit nachvollziehbarer Ungeduld erwartet wird.“

Tiefe Fundamente wurden entfernt
Nach dem Abriss der alten Industriegebäude hatte die BUWOG tiefe Fundamente entfernt. Zuletzt pausierten die sichtbaren Bauarbeiten und es fanden projektinterne Umplanungen und Optimierungen statt, da sich gegenüber älteren Planungen verschiedene Faktoren in der Entwicklung von solch großen Quartieren generell verändert hatten. Dazu gehörte auch die Kostensteigerung im Planen und Bauen insgesamt. Innerhalb des Projekts hatten sich zudem Gegebenheiten auch dadurch verändert, dass nicht, wie ursprünglich geplant, eine Hochschule die Erdgeschosszone am Stadtplatz nutzen wird.
- So ist das Konzept für das Quartiersmanagement, den Quartierstreff und die einhergehenden Finanzierungsbedarfe der Realisierung, Inbetriebnahme und Betrieb mittlerweile konkretisiert.
- Der Quartierstreff kann in das EG im Bauabschnitt C (Betreutes Wohnen) verlegt werden, was im Zuge der Anpassung des städtebaulichen Vertrages abzubilden ist.
- Die Erweiterung des Konzepts „Seniorenwohnen“ im Bauteil C ist grundsätzlich möglich, hierzu erfolgen noch weitere Detailabstimmungen mit der Stadt.
- Das Mobilitätskonzept wird in Abstimmung mit der Stadt Weingarten angepasst, hierzu erfolgt eine Offenlage seitens der Stadt.
In diesen Fragen sind die Lösungen jetzt soweit konkretisiert, dass die BUWOG mit dem Bau der ersten Bauabschnitte beginnen kann.
„Betreutes Wohnen“
Im Bereich der Mietwohnungen wird es dabei für „Betreutes Wohnen“ insgesamt 50 barrierefreie Apartments für ältere Menschen geben. Diese Wohnungen werden zwei bis drei Zimmer haben. Im gesamten Quartier werden insgesamt 20 Prozent aller Wohnungen mietpreisgedämpft sein für Menschen mit geringeren Einkommen. Nahezu alle in den Martinshöfen realisierten Wohnungen werden über Balkon, Terrasse, Loggia oder – je nach Lage – Dachterrassen verfügen.
(Quelle: BUWOG/Stadt Weingarten)