Lichtermeer in Ravensburg Über 30.000 Menschen feiern faszinierendes Lichterfest in Ravensburg

Über 30.000 Menschen feiern faszinierendes Lichterfest in Ravensburg
Tausende Besucher strömten am Wochenende zum Lichterfest nach Ravensburg. (Bild: Daniela Leberer)

Tausende magisch beleuchtete Figuren, eine außergewöhnliche Atmosphäre und begeisterte Gäste: Das Lichterfest am Samstag zog mehr als 30.000 Besucher in die Altstadt und die Stimmung war friedlich und einzigartig.

Schon in den frühen Abendstunden füllte sich das Gelände mit Familien und Gästen aus der gesamten Region und die Stadt summte wie ein Bienenkessel. Das Rahmenprogramm war auf verschiedenen Aktionsflächen und bekam viel Zuspruch. Höhepunkt war die mehr als eineinhalb-stündige Leuchtfiguren-Parade, die mit etwas Verspätung bei Einbruch der Dunkelheit begann. Die Palette der Licht- und Kunstinstallationen reichte von riesigen Drachen über Schlangen, verschiedenste Meeresbewohner und allerlei sonstige Kunstwerke.

(Bild: Daniela Leberer)

Das Motto war „Feuer“

Die Teilnehmer hatten im Vorfeld in Workshops oder der freien Werkstatt mit großer Mühe an ihren Papierfiguren gewerkelt. Das Motto war „Feuer“ und der Einfallsreichtum riesig. An manchen besonders aufwendigen Kunstwerken wurde über 300 Stunden gearbeitet, heißt es seitens der Macher. Neben der Parade begeisterten vielfältige künstlerische Beiträge, musikalische Darbietungen und eindrucksvolle Lichtinszenierungen das Publikum. Ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot rundete das Erlebnis ab.

Im Vergleich zum Lichterfest vor zwei Jahren, bei dem es durch die extrem vielen Besucher stellenweise zu einem Chaos in der Stadt kam, wurde das Konzept gezielt weiterentwickelt: die Zuschauerbegrenzung durch den Ticketvorverkauft sowie die Zoneneinteilung führten zu einer merklichen Entspannung für die Besuchenden, so die Veranstalter. 30.000 Tickets standen zum Verkauf und bereits Tage vor der Parade waren alle vergriffen.

(Bild: Daniela Leberer)

Als Kreisparade durch die Stadt

Das Kapuziner Kreativzentrum hatte die damalige Kritik sehr ernst genommen. Außerdem führte die Parade erstmals als Kreisparade durch die Altstadt, wodurch mehr Besuchende die Figuren aus nächster Nähe erleben konnten.

Auch das Thema Inklusion spielte in diesem Jahr eine wichtige Rolle. Ein eigens eingerichteter Bereich für Rollstuhlfahrer ermöglichte es Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, die Parade und das Programm komfortabel und mit guter Sicht zu erleben, heißt es in einer Pressemitteilung.

Viele ehrenamtlichen Helfer, die Polizei sowie ein professioneller Sicherheitsdienst, der mit rund 100 Leuten in der Stadt unterwegs war, sorgten dafür, alles das Großevent ohne Probleme gefeiert werden konnte.

Organisiert wurde das Lichterfest vom Kapuziner – Raum für Kunst, Kultur und Soziales e.V.  Mit großem Engagement und viel Herzblut haben die über 200 ehrenamtliche Helfer und 1.500 Paradenteilnehmende ein Programm auf die Beine gestellt, dass Besucher aller Generationen begeisterte.

Gemeinsam etwas Schönes erschafft

„Gerade in Zeiten, in denen vieles auseinanderzudriften scheint, tut es gut zu sehen, wie eine ganze Stadt gemeinsam etwas Schönes erschafft“, sagt Fabian Bingenheimer, 1. Vorstand des Kapuziner – Raum für Kunst, Kultur und Soziales e.V. „Das Lichterfest ist ein Fest von allen für alle – und ein starkes Zeichen dafür, was entsteht, wenn Menschen ihre Gemeinschaft gemeinsam gestalten.“

Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Helfern, den beteiligten Künstlern, den Unterstützenden sowie allen Sponsoren, die mit ihrem Einsatz zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Nach diesem erfolgreichen Abend steht fest: Das Lichterfest bleibt ein strahlender Höhepunkt im kulturellen Leben der Stadt – und die Vorfreude auf die nächste Ausgabe ist bereits jetzt groß.