Kultusministerin will Vereins- und Kletterzentrum in Ganztagesbetreuung einbeziehen

Kultusministerin will Vereins- und Kletterzentrum in Ganztagesbetreuung einbeziehen
Die Grünen-Politikerin hat am Montag gemeinsam mit ihrem Parteifreund, Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha, Ravensburgs größten Verein besucht und sich über die Pläne für das Neubauprojekt informiert. (Bild: DAV Ravensburg)

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Baden-Württembergs Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Theresa Schopper, sieht das vom DAV Ravensburg geplante Vereins- und Kletterzentrum als Beispiel dafür, wie ein Vereinsprojekt einen Mehrwert für eine Stadtgesellschaft schaffen kann. Schopper regte an, das Zentrum künftig auch für die Ganztagesbetreuung von Schülern zu nutzen.

Die Grünen-Politikerin hat am Montag gemeinsam mit ihrem Parteifreund, Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha, Ravensburgs größten Verein besucht und sich über die Pläne für das Neubauprojekt informiert, das auf dem Areal Meersburger Straße Ecke Brühlstraße Ecke Escher-Wyss-Weg im Stadtteil Rechenwies entsteht.

„Das Zentrum sollte perspektivisch in die Ganztagesbetreuung von Grundschulkindern, die vom Jahr 2026 an kommt, integriert werden“, sagte Schopper bei ihrem Besuch. „Das geplante neue Vereins- und Kletterzentrum des DAV Ravensburg ist ein einzigartiges Projekt – gerade auch im Hinblick auf den integrativen Charakter.“

Der DAV Ravensburg wird alle Angebote auch für Menschen mit Behinderungen öffnen. Die Stadt Ravensburg begrüßt die Idee, dass das neue Zentrum in die Ganztagesbetreuung der Stadt einbezogen wird, mahnte allerdings an, dass für eine solche Integration der rechtliche Rahmen noch nicht vollständig erarbeitet ist. „Wir brauchen da noch einige Klarstellungen, wie wir solche Angebote in der Zusammenarbeit zwischen Stadt, Schule und Vereinen organisieren“, sagte Stefan Goller-Martin, Leiter des Ravensburger Amts für Schule, Jugend und Sport.

Der DAV Ravensburg wird an dem neuen Standort die über die gesamte Stadt verteilten Kletter-Aktivitäten an einem Ort zusammenziehen und sowohl den Kinder- und Jugendgruppen als auch den Leistungssportlern des Vereins sowie Nicht-Mitgliedern angemessene Trainingsmöglichkeiten bieten. Das Zentrum ist als moderner dreigliedriger Gebäudekomplex geplant. Die rund 17 Meter hohe Kletterhalle und die flacher angelegte Boulderhalle mit jeweils rund 1200 Quadratmetern Kletterfläche verbindet ein zweistöckiger Trakt mit Flachdach, in dem sich die Geschäftsstelle, das Bistro, die Jugend- und Seminarräume sowie die Umkleiden und Duschen befinden.

„Für mich ist das geplante Vereins- und Kletterzentrum ein herausragendes Modell dafür, wie ein vom Ehrenamt getragener Verein in einer bürgerlichen Gesellschaft Verantwortung übernehmen kann und sie so trägt“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha. „Der DAV Ravensburg schafft hier einen Wert, von dem auch Sportler der nachfolgenden Generationen profitieren werden.“

DAV will Klettern und Bouldern auf Leistungsniveau fördern

Der DAV Ravensburg, der in Ravensburg selbst und im Umland rund 10.000 Vereinsmitglieder hat, hat das Projekt vorwiegend mit ehrenamtlicher Arbeit auf den Weg gebracht und finanziert das Acht-Millionen-Projekt zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil aus Eigenmitteln.

„Wir wollen alle Mitglieder auf diesem Weg mitnehmen. Unser neues Heim soll ein Zentrum werden, das von unseren Mitgliedern geplant und für unsere Mitglieder konzipiert ist“, erläuterte Braig weiter. „Zudem möchten wir den Leistungssport fördern.“ So soll das neue Zentrum die Möglichkeit schaffen, in den olympischen Sportarten Klettern und Triathlon Angebote auf Leistungsniveau zu machen und Wettkämpfe auszurichten.

„Das neue Vereins- und Kletterzentrum des DAV Ravensburg ist ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Stadt und strahlt weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus“, sagte Ravensburg Oberbürgermeister Daniel Rapp. Für die Stadt ist das Vereins- und Kletterzentruder Neubau ein weiteres Puzzlestück, um das Areal westlich des Bahnhofs zu einem attraktiven Stadtquartier zu entwickeln. Zudem wird das Zentrum die Situation in der Kletterbox entspannen, in der in den vergangenen Jahren die Probleme zugenommen haben, sowohl die Erfordernisse des Schulsports der Ravensburger Schulen als auch die Bedürfnisse des Kletterns als Leistungs- und Breitensport miteinander zu vereinbaren.

Vorgesehen ist, dass der DAV Ravensburg sein aktuelles Vereinsheim hinter dem Hauptsportplatz des TSB Ravensburg aufgibt und mit Vereinsheim und Geschäftsstelle an den neuen Standort umzieht. Dort will der Verein die über die gesamte Stadt verteilten Kletter-Aktivitäten an einem Ort zusammenziehen und sowohl den Kinder- und Jugendgruppen als auch den Leistungssportlern angemessene Trainingsmöglichkeiten bieten. Klettern und Bouldern boomt nach wie vor, die Wartelisten, um in die Gruppen zu kommen, sind lang. Mit dem neuen Zentrum wird der DAV Ravensburg dem Klettern als gesellschaftlich anerkannten Sport in der ganzen Region den Raum einräumen, den er braucht.

Das derzeitige Heim des DAV Ravensburg in Rechenwies zwischen den Sportanlagen des TSB Ravensburg und der Bundesstraße 30 reicht für einen Verein mit rund 10.000 Mitgliedern, die aus Ravensburg und der angrenzenden Region stammen, nicht aus.

Die aktiven Abteilungen, neben der Familiengruppe, den Senioren und den Triathleten vor allem die zunehmend schneller wachsenden Jugendgruppen des Bergsportvereins, sehen sich in ihrer sportlichen Entwicklung aber auch in ihrem gesellschaftlichen Miteinander zunehmend eingeschränkt. Das neue Zentrum soll zudem die Möglichkeit schaffen, in den olympischen Sportarten Klettern und Triathlon Angebote auf Leistungsniveau zu machen und Wettkämpfe auszurichten.

(Pressemitteilung: DAV Ravensburg)