Johanna Kneer vom KJC Ravensburg hat die Goldmedaille bei den Karate-Einzel-Weltmeisterschaften in Kairo gewonnen. Die 27-Jährige aus Oberschwaben setzte sich gegen die Weltranglisten-Zweite durch.
Wie es vom Deutschen Karate Verband heißt, krönt Kneer mit dem WM-Titel ein phänomenales Jahr. Die Sportlerin setzte sich gegen Sofya Berlutseva aus Kasachstan durch und gewann mit 8:0. Zuletzt hatte es 2002 in Madrid eine WM-Einzel-Goldmedaille für eine deutsche Kumite-Athletin gegeben. Die Sportlerin aus Ravensburg konnte den Kampf 60 Sekunden vor dem Ablauf der regulären Zeit vorzeitig beenden.

Spektakel war garantiert
„Eine überragende Johanna Kneer hat mit dem WM-Titel zweifelsohne für ein Ausrufezeichen gesorgt und die Vorfreude auf unsere Heim-Europameisterschaften im kommenden Jahr in Frankfurt weiter steigen lassen“, kommentierte DKV-Präsident Wolfgang Weigert das Kneer’sche Abschneiden in einer Pressemitteilung.
Für Johanna Kneer geht somit ein Jahr zu Ende, das nicht besser hätte verlaufen können: Nachdem die zweimalige Einzel- und Mannschafts-Europameisterin (2023 in Guadalajara / 2024 in Zadar) im Mai dieses Jahres mit dem deutschen Team Gold bei der EM in Jerewan (Armenien) geholt hatte, war die „European-Games“-Siegerin von Krakau (2023) im August in Chengdu (China) erstmals „World-Games“-Champion geworden. Die Teilnahme an der Heim-EM 2026 in Frankfurt (20. bis 24. Mai) wird für Kneer der nächste sportliche Höhepunkt in ihrer bisherigen Laufbahn sein.
Von Anfang an von Karate gefesselt
Die Athletin aus Ravensburg hat bereits im Alter von sechs Jahren mit Karate angefangen. „Wenn Johanna Kneer auf der Tatami steht, ist Spektakel garantiert – so auch in Kairo, im Rahmen der Einzel-Weltmeisterschaften“.