Jubiläum: Geburtstagsfeier für die Kläranlage Ried

Jubiläum: Geburtstagsfeier für die Kläranlage Ried
Freude über eine gemeinsame baden-württembergische und bayerische Erfolgsgeschichte: (von links) Bürgermeister Rainer Magenreuter, Kathrin Mücklich, Bürgermeister a.D. Peter Freytag und Bürgermeister Florian Schmid. (Bild: Stadt Isny/Rau)

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Auf der Kläranlage Ried haben die Stadt Isny und der Markt Weitnau gemeinsam gefeiert. Seit 30 Jahren ist die Verbandskläranlage des Wasser- und Abwasserverbands Untere Argen (WAV) in Betrieb. Mitgefeiert hat Peter Freytag, der als langjähriger Marktbürgermeister von Weitnau ein Treiber für den Abwasserverband war. Dessen Weitsicht gemeinsam mit seinen Isnyer Kollegen Dr. Christoph Eichert und anschließend Manfred Behrning wurde beim Jubiläum sehr gelobt.

Zur Feier mit Kläranlagenbesichtigung unter der Leitung von Klärmeister Ulrich Schneider konnte Kathrin Mücklich, die technische Leiterin des WAV einige Stadt- und Ortschaftsräte, derzeitige und ehemalige Mitarbeiter und weitere Interessierte begrüßen.

Marktbürgermeister Florian Schmid, der derzeitige Verbandsvorsitzende, erinnerte daran, dass die Kläranlage zwar vor 30 Jahren in Betrieb genommen worden ist, die Geschichte aber deutlich weiter zurückreiche. 1984 wurde der Staatsvertrag zwischen dem Freistaat Bayern und dem Land Baden-Württemberg geschlossen, der die Gründung des damaligen Zweckverbands und den Bau der Kläranlage erst möglich machte. Viel habe sich allgemein technisch verändert seit den 1990er-Jahren, sagte Schmid. „Die Kläranlage steht aber immer noch so da, wie sie geplant und gebaut worden ist.“ 100 Mio. DM sind damals investiert worden, „ein unglaublicher Betrag aber gut investiertes Geld“. Bürgermeister Schmid lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Isny und Weitnau. Isnys Bürgermeister Rainer Magenreuter bestätigte das. Die Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg sei hier so wenig wie möglich spürbar. Die Mitarbeiter kämen auch immer schon aus beiden Bundesländern. Auch er lobte, wie vorausschauend gebaut worden sei. Allerdings komme die Anlage mittlerweile an ihre Grenzen und müsse weiterentwickelt werden, beispielsweise in Richtung Energieautarkie. Dazu ist eine Freiflächen-PV-Anlage auf dem Anlagengelände in der konkreten Planung. Er dankte außerdem den Gemeinderäten in beiden Gemeinden, die damals und bis heute beteiligt waren.

Peter Freytag blickte zurück in die Zeit, als er mit dem damaligen Bürgermeister Dr. Christof Eicher den Startschuss für die Kläranlage an dieser Stelle gegeben habe. „Wir hatten so manche Diskussion mit den Wasserwirtschaftsämtern“ berichtete er. Und die Bauarbeiten gestalteten sich wegen des schlechten Untergrunds schwierig. Mit dem nachfolgenden Isnyer Bürgermeister Manfred Behrning war er sich dann einig, dass eine eigene Verwaltung für den Verband sinnvoll sei. Die Zusammenarbeit habe aber nicht bloß bei den Bürgermeistern geklappt, sondern auch bei den Mitarbeitern, lobte er. „Kompliment an die Mannschaft für die sehr gut gepflegte Anlage.“

(Pressemitteilung: Stadt Isny)